„Well-being in Norwegian Culture“ – Erasmus+ in Norwegen

Im Rahmen des Erasmus+-Programms hatte eine Gruppe von Schülerinnen der Elisabethschule die Möglichkeit, an einem Austausch nach Norwegen teilzunehmen. Dort konnten wir im Februar 2026 die Kultur des Landes kennenlernen und uns mit den Unterschieden zur deutschen Kultur beschäftigen. Insgesamt waren wir 18 Schülerinnen und verbrachten fünf Tage in Støren, einem kleinen Ort in der Nähe von Trondheim. Die Schule vor Ort heißt Gauldal Secondary School. Während unseres Aufenthalts arbeiteten wir gemeinsam an dem Thema „Well-Being in Norwegian Culture – Then and Now“. Für unser Projekt haben wir alle unsere Ergebnisse und Erkenntnisse in Kurzvideos festgehalten. So ist ein tolles Bild von der Vielfalt und Besonderheit unserer Erfahrungen in Norwegen entstanden. Die Woche verbrachten wir in Gastfamilien, um die Kultur noch mehr zu erleben und um das Leben in einer norwegischen Familie sowie den Alltag kennenzulernen.

Am ersten Tag schauten wir uns die Schule an und stellten fest, dass die Schule sich deutlich von unserer unterschied. So war das Schulgebäude viel moderner und es gab auch andere Schulfächer, wie z.B. Psychologie. In der Projektarbeit lernten wir mehr über die geographische Lage von Norwegen und Deutschland, über wichtige Import-/Export-Produkte der beiden Länder und den Schulalltag. Da man die Lehrer dort mit Vornamen anspricht, ist die Beziehung zwischen Lehrkräften und SchülerInnen viel persönlicher. Im Anschluss spielten wir ein Volleyballturnier. Obwohl wir alle Spiele verloren, wurde uns klar, dass wir nicht immer gewinnen müssen, um Spaß zu haben.

Am Mittwoch bekamen wir einen schönen Einblick in die Wintersportszene in Norwegen. Allerdings passierte ein Unfall und ein Mädchen wurde mit einem Helikopter zur Behandlung ins Krankenhaus geflogen. Das nahm uns alle sehr mit und zurück in der Schule wurden wir psychologisch betreut. Wir erfuhren, dass es wichtig ist, sich zur Entlastung nach einem Vorfall mit anderen Menschen auszutauschen. Wir waren alle froh, als klar wurde, dass die Verletzte wieder wohlauf war.

Am Donnerstag erfuhren wir mehr über Geschichte und Kultur, da wir ein Trondheimer Museum besuchten. Dort lernten wir, dass es damals einen Mann gab, der nur nachts arbeiten durfte, da er als ansteckend und als nicht würdig galt. Er musste nämlich die Ratten aus den Städten entfernen und die Toiletten putzen. Diese Geschichte zeigte uns auch, wie sich Werte wie Gleichberechtigung und Menschenwürde im Laufe der Zeit verändert. Anschließend gingen wir zu der Kathedrale „Nidarosdomen“ und bewunderten die Statuen von berühmten Persönlichkeiten von Trondheim. Danach durften wir uns frei in der Stadt bewegen. Unterschiede, die uns auffielen, waren zum Beispiel die Essenszeiten und generell das Essen, wie Sodd, eine Trondheimer Suppe. Ein weiterer Unterschied sind die Schulzeiten, da die Norweger von 8:15 bis 14:55 Schule haben und zwar jeden Tag. Bei uns in Deutschland variiert das ja von Tag zu Tag. Eine ganz besondere norwegische Tradition ist es, an einem kalten Wintertag ein Lagerfeuer zu machen und Würstchen zu grillen.