Was macht das denn hier?

Die Elisabethschule im Oldenburg-Style

Riesenspaghetti und ein goldener Donut in der Cafeteria, eine große Kaffeetasse (ausgerechnet) vor dem Lehrerzimmer, ein schmelzender Globus vor den Georäumen, eine Spinne, die Handys wegnimmt und eine heilige Elisabeth, die Rosen vor das Sekretariat wirft? 

Der Kunstkurs der Klasse 11 hat sich im Rahmen eines Kunstprojekts mit den Plastiken des Künstlers Claes Oldenburg im öffentlichen Raum auseinandergesetzt. Oldenburg ist besonders bekannt für seine überdimensionalen Darstellungen alltäglicher Gegenstände. Durch die Vergrößerung und Veränderung vertrauter Dinge werden Sehgewohnheiten hinterfragt und der Blick auf scheinbar Unwichtiges gelenkt. Seine Skulpturen verbinden Humor und Überraschung mit einer kritischen Auseinandersetzung darüber, welchen Wert und welche Bedeutung Dinge in unserem Alltag haben. Dabei hinterfragt er die Grenze zwischen Kunst und Alltag und zeigt, dass auch banale Dinge interessant und kunstwürdig sein können. Ausgehend von diesen Ideen entwickelte der Kurs eigene Plastiken für den schulischen Kontext. Die Schülerinnen und Schüler untersuchten Gegenstände, Situationen und Orte aus dem schulischen Umfeld. Dabei entstanden Arbeiten, die den Schulalltag neu betrachten, Fragen aufwerfen oder mit spielerischen Veränderungen überraschen. Die entstandenen Plastiken zeigen, dass Kunst nicht nur betrachtet werden kann, sondern auch unsere Wahrnehmung von vertrauten Orten und Dingen verändert. So wird unsere Schule selbst zum Ausstellungsraum und zum Ort kreativer Auseinandersetzung.