Header 1Header 2Header 3Header 4
Header 5Header 6Header 7Header 8

30.10.2019

Elisabeth 3.1

Ein wenig verhält sich das „Jahrbuch-Machen“ wie Leo Lionnis Geschichte von „Frederick“, der Maus, die einfach nur dasaß und Farben, Wörter, ja sogar Sonnenstrahlenstrahlen sammelte, während sich der Rest der Mäusefamilie eifrig um Körner, Nüsse und Stroh als Vorrat für den harten Winter kümmerte.
Nun geht uns allen sicherlich nicht der Vorrat an sinnstiftenden Aufgaben aus, doch in den Momenten einkehrender Ruhe, womöglich in den nahenden Weihnachtsferien mit der noch druckfrischen Elisabeth 3.1 in Händen, erhält manch verblassende Erinnerung des zurückliegenden Schuljahres ihre Farbe und ihre Wärme zurück.

Ein Thema, das uns alle bewegt und mit der „Fridays for future-Bewegung“ einige Kontroversen ausgelöst hat, ist die Haltung zum Klimawandel bzw. zum Klimaschutz. Die Teilnahme der Schülerinnen und Schüler an den Freitagsdemonstrationen steht nach wie vor in unvereinbarem Konflikt mit den Vorgaben des Hessischen Kultusministeriums.

An rührigen Geistern fehlte es der Elisabethschule noch nie, so zeigt ein Blick ins Schularchiv einen kämpferischen Briefwechsel der ehemaligen Schulleiterin Frau Dr. Hilmann mit der Staatsoberkasse um Respekt und Emanzipation.

In der langen Schultradition steht das Bootshaus in Wehrda an prominenter Stelle. In diesem Jahr wurde es mit vereinten Schülerkräften und Herrn Zwickert renoviert.

… Und wer hätte es geglaubt? Das Bau-Gerüst in der Leopold-Lucas-Straße 5 ist entfernt, und immerhin das A-Gebäude hat mit den neuen Fenstern auch eine neue Fassade – fast!

„Wir“ sind eine Ausbildungsschule, nicht nur für Schüler, sondern auch für Lehrer. Die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst (LiV) illustrieren in dieser Ausgabe, was vielen gar nicht bekannt ist.
Und was wäre diese Elisabeth 3.1 ohne die ganz großen Ereignisse? Herr Meinel wechselt in den sogenannten Ruhestand, nachdem er in den vergangenen Jahren die Schule „gefühlt“ auf „Top-Speed“ beschleunigt hat und nun an Herrn Merle übergibt, der die Schulleitung zunächst kommissarisch übernimmt. Begleitet wird dieser Wechsel von den bislang unvorstellbaren personellen Veränderungen im Sekretariat. Frau Damm verlässt nach 47½ Dienst- und 27½ Elisabethschuljahren ihren Schreibtisch. Wir freuen uns, dafür Frau Euker an dieser Stelle begrüßen zu dürfen und ihr weiterhin alles Gute zu wünschen.

So vermag es diese neue Ausgabe die vergangenen und ereignisreichen Monate zu beleuchten und wach zu halten. Gleichwohl reiht sich diese Elisabeth ein als zehntes, in diesem Format und in Folge erschienenes Jahrbuch. Zusammen mit diesem Buch haben wir bislang auf insgesamt 1816 Seiten das Schulleben der Elisabethschule Marburg dokumentiert. Und die Geschichte schreibt sich dank der kreativen Bereitschaft aller Autorinnen und Autoren fort.

In diesem Sinne beginnen wir mit einer neuen Zählweise: Auf 2.9 folgt 3.1.

Auf den Wechsel der Schulleitung reagiert also auch das Jahrbuch. Das Kontinuum sollte nicht unterbrochen werden, doch Änderungen werden sich einstellen – nach und nach. Die folgenden Ausgaben dieser „ehrwürdigen Dame“ werden es direkt oder zwischen den Zeilen zeigen.

Wir danken allen, die Farben, Sonnenstrahlen und Wörter für die Elisabeth 3.1 gesammelt haben und wünschen unseren Leserinnen und Lesern weit über die Winterzeit hinaus eine reizvolle Lektüre.

Für die Redaktion,
Udo Buffler