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05.02.2018

Kollegiumsfortbildung Wien 2018

Vor dem Oberen Belvedere mit Blick auf die Stadt.

01.02.2018

Programm

Wien: Kontinuität und Diskontinuität im Herzen Europas

Fächerübergreifende, schulinterne Fortbildung in der unterrichtsfreien Zeit  vom 1.2. bis 5.2.2018  

URL.: elisabethschule.de/de/schule/fortbildung/wien2018.html  

Akkreditierung durch die Hessische Lehrkräfteakademie: LA-01891969D000404

Fächer/Zielgruppe: alle Fachschaften, bes. Geschichte, Kunst, Musik, Politik, Religion, Ethik, Geographie, Deutsch, Tutoren in spe zwecks Vorbereitung einer Studien-/Austausch-/Begegnungsfahrt 

Zielsetzung/Kompetenzerwerb: 

Von den Römern als Militärlager „Vindobona“ gegründet, blieb Wien bis über die Zeit der Völkerwanderung hinaus weitgehend bedeutungslos. Erst im Zuge der Christianisierung und Sicherung der Reichsgrenzen im Osten unter den Ottonen im 10. Jh. entwickelte sich Wien zu einem politischen Vorposten des Deutschen Reichs, zunächst von bayerischen Herzögen regiert. Lange kämpfen zunächst die Babenberger, später die Habsburger um einen Bischofssitz für ihre Residenzstadt. Erst im 15. Jahrhundert gelingt der Durchbruch: 1469 erhält Wien den Bischofsitz, wird unter den Habsburgern mehr und mehr zur heimlichen und 1558 zur offiziellen Hauptstadt des Hlg. Röm. Reichs Dt. Nation, als sich nach dem Tod Karls V. die beiden Habsburger Linien teilen und Karls Bruder Ferdinand deutscher Kaiser wird. 1529 und 1683 kann sich Wien zweimal erfolgreich gegen die Belagerung durch die Türken wehren, übersteht mehrere schwere Pestepidemien und wird dann in der Zeit des Barock unter Maria Theresia zu einer der blühendsten Kulturmetropolen Europas.

Wien war stets provinziell und international zugleich. Als Zentrale des Hlg. Röm. Reichs Dt. Nation bis 1806, als  Hauptstadt des k.u.k. Österreich, das bis 1918 über große Teile Südosteuropas herrschte (Böhmen, Galizien, Ungarn, Kroatien, Slowenien, Bosnien-Herzegowina), als Sammelpunkt der Intellektuellen am Ende des Ancien Régime war Wien durchweg kosmopolitisch, seine Bevölkerung, das städtische Leben und die Herrschaftstraditionen muteten aber oft hinterwäldlerisch an. Sigmund Freud und Gustav Mahler gehören genauso zu Wien wie die Sacher-Torte oder der Heurige.

Diesem Gegensatz nachzuspüren, Kontinuitäten und Diskontinuitäten der politischen und kulturellen Entwicklung zu erforschen, sich mit den unterschiedlichen Aspekten der divergierenden Entwicklungslinien auseinanderzusetzen, ist die Aufgabe dieser Exkursion. Wien war ein Zentrum des europäischen Judentums und gleichzeitig eine Stadt mit einem tiefverwurzelten Antisemitismus, sie war eine Stadt des europäischen Jugendstils, der aber schnell zum Kitsch und Nippes verdarb. So will diese Fortbildung aus einem interdisziplinären Ansatz heraus ein multiperspektivisches Bild von diesen Prozessen erarbeiten und deshalb exemplarisch einzelne Entwicklungslinien genauer verfolgen.

Die Teilnehmer/innen erwerben vertiefte Kenntnisse und Einsichten über die Entwicklung einer mitteleuropäischen Metropole in der Auseinandersetzung mit den verschiedenen Machtzentren der europäischen Geschichte, in der sich unterschiedliche kulturelle Traditionen spiegeln. Sie erkennen dabei die Vielfalt der historischen Wurzeln als wesentliches Merkmal der europäischen Identität und erwerben auf diese Weise interkulturelle Kompetenz sowie ein vertieftes Verständnis des europäischen Einigungsprozesses.

Die Veranstaltung ist als exemplarischer Lehrausflug konzipiert, der grundlegende exkursionsdidaktische Probleme reflektiert und die Kompetenz der Lehrkräfte erweitert, die fachspezifische Methode der Exkursion zur Gestaltung von Lernprozessen einzusetzen. 

Themenschwerpunkte:  

Architektur und Stadtentwicklung in historischer Perspektive; Wien als Epochenzentrum um 1900; der Wiener Stil: vom Historismus über den Jugendstil zum phantastischen Realismus; Wien als Musik- und Theaterhauptstadt Europas.

 

Leitung: Tobias Meinel   -    Führung vor Ort: Frau Buchas

Kosten: ca. 210,- Flug, Ü/F 40,- Euro pro Nacht im DZ (EZ 65,-), zzgl. Transfer, Führungen, Eintritte  

Unterbringung:  CARLTON OPERA HOTEL, 1040 Wien, Schikanedergasse 4, tel: +43-1-5875302, fax: +43-1-5812511, email: hotel@carlton.at, web: http://www.carlton.at

Flug mit Lufthansa:        Donnerstag, 1.2.2018, LH1242, 16:50 ab FFM
                                              
Montag, 5.2.2018, LH1239, 14:30 ab Wien

Donnerstag, 1.2.

Flieger:  13:20 Abfahrt in Marburg Lebenshilfe, 16:50 Abflug in Frankfurt (-18:10), Tourist-Info: Vienna City Card, City-Airport-Train (CAT) bis Wien Mitte, U4 bis Karlsplatz, 19:30 Einchecken im Hotel, Treffpunkt für Bahnfahrer, Hungrige und Nachtschwärmer: Café Savoy, Linke Wienzeile 36.

Freitag, 2.2.

10:30 Stadtführung im 1. Bezirk (Treffpunkt 10:15 vor dem Hotel):

z.B. Stephansdom, Graben, Peterskirche, Tuchlauben, Ruprechtskirche, Am Hof, Freyung, Kohlmarkt, Michaelerplatz, Hofburg, Kaisergruft, Staatsoper

ggf. Museumsbesuch, Vorschlag: Albertina (von Leonardo bis Schiele, im Tiefgeschoss sehr lohnend moderne Kunst in der Slg. Baltiner; 10-18:00)

19:30 Aha-Konzert (7T, Stadthalle, U6 Burggasse) oder 20:00 Oberösterreich (5T, Burgtheater Vestibül, U3 Herrengasse)  bzw. Gemeinsames Abendessen und Treffen danach (Lokal: Augustinerkeller, Reserv: 12 Pers., hinter Burgtheater, unter der Albertina)

Samstag, 3.2.

10:00 Karlskirche, Linke Wienzeile: Naschmarkt, Flohmarkt, Mariahilfer Straße, Ringstraße, Parlament, Rathaus, Bundeskanzleramt, Dorotheum (Sa 9-17:00) – danach Kaffeehaus-Erkundung oder Prater oder Schönbrunn

Abends: Professor Bernhardi (19:30-22:30, Theater in der Josefstadt, Essen: Fromme Helene oder Blauensteiner (urig) alle Josefstädter Straße)

Sonntag, 4.2.

10:00: Epochenzentrum 1900: linke Wienzeile mit Otto Wagner Häusern, Secession, Schwarzenberg-Platz mit  Frz. Botschaft, Oberes Belvedere (Klimt, 10-18:00), [Tram 18 bis Burggasse,Tram 49 bis Satzberggasee, Bus 52A/B, 43B], Ernst-Fuchs-Villa in Hütteldorf (10-16:00), [Tram 49 bis Waidhausenstraße, 47A bis O-W-Spital], Kirche am Steinhof (12-16:00; ggf. 16:00 Uhr öff. Führung)

danach z.B. Leopold-Museum im Museumsquartier (Schiele, 10-18:00), Sigmund-Freud-Museum (10-18:00), Haus der Musik (10-22:00))

20:00 Gemeinsames Abendessen (z.B. Esterhazy-Keller)

Montag, 5.2.

ggf. Check-In am City Air Terminal Wien Mitte, bis 75 Min vor Abflug

12:07 Uhr Abfahrt zum Flughafen am City Air Terminal Wien Mitte (ab Hotel 11:30)

14:10 Abflug in Wien, an Frankfurt: 15:35, an Marburg: 17:00