Poetry Slam

 Premiere für die junge Poesie: Erster Marburger SchulSlam begeistert in der Steinmühle 

Drei Marburger Gymnasien bringen 13 junge Poetinnen und Poeten auf eine gemeinsame Bühne – das Publikum erklatscht den Sieger. 

Marburg. Diesmal ist es die Bühne statt des Klassenzimmers: Am Mittwochabend, 10. Juni, fand an der Steinmühle der erste Marburger SchulSlam statt. Dreizehn Schülerinnen und Schüler von drei Marburger Gymnasien stellten sich mit selbst geschriebenen Texten dem Publikum – und einem Slam-üblichen Wertungsverfahren: Über den Einzug ins Finale entschied das Publikum mit seinem Applaus. 

Hinter der Premiere steht eine Kooperation der Elisabethschule (Ute Trautwein), des Gymnasiums Philippinum (Christian Steiner) und der Steinmühle (Kristina Sokoli und Björn Wagner), die zuerst an jeder Schule einen Schreibworkshop durchgeführt haben. Die dabei entstandenen Texte fanden ihren Weg dann auf die Bühne. Moderiert wurde der Abend von der Marburger Spoken Word Künstlerin und Bestsellerautorin Leah Weigand, die dem Publikum zunächst erklärte, wie ein Poetry Slam überhaupt funktioniert: nur eigene Texte, maximal 6 Minuten, keine Requisiten – und ca. 130 Personen im Publikum, das am Ende auch zur Jury wird. 

Inhaltlich nahmen die jungen Poetinnen und Poeten kein Blatt vor den Mund. Ihre Texte kreisten um Themen wie Respekt und Gleichberechtigung, um mentale Gesundheit, die großen Fragen und den Sinn des Lebens – Themen, die das überwiegend junge Publikum sichtlich berührten. In der Vorrunde traten insgesamt neun Künstler*innen oder Teams an; in einer Pause konnten die Gäste die im Raum aufgehängten Texte in Ruhe nachlesen und miteinander ins Gespräch kommen. 

Die Elisabethschule war mit Rou AbdAlrahman, dem Duo Nikas Schmidt und Leonie Schultz sowie dem Trio Maria Traute, Jara Jahn und Louis Klöck vertreten. Das Philippinum schickte Mara Dumitru und Louise Malévé ins Rennen. Für die Steinmühle gingen Christabel Okafor, Marie Grosse, Sophia Hach sowie das Duo Ida Kraft und Lennard Kröger an den Start. 

Nach den Vorrunden ermittelte das Publikum zuerst drei Finalteilnehmende, die mit einem zweiten Text nochmal alles gaben. Am Ende setzte sich Marie Grosse durch und gewann damit den ersten Marburger SchulSlam. 

Möglich war der reibungslose Ablauf durch das Technik-Team „Sound&Light“ der Steinmühle und gefördert wurde das Projekt vom Büro des HIBB, das als Teil des Hessischen Ministeriums für Kultur, Bildung und Chancen für die Förderung von Talenten zuständig ist. 

Dass mit diesem ersten SchülerSlam noch nicht Schluss sein darf, lag nach dem Applaus des Abends nahe: Der erste Marburger SchulSlam zeigte, wie viel Mut, Wortgewandtheit und offene Fragen in jungen Menschen stecken – und dass Marburgs Schulen dafür gern gemeinsam eine Bühne bauen. 

Öffentlichkeitsarbeit an der Steinmühle 

getragen von: Kristina Sokoli, Björn Wagner, Christian Steiner und Ute Trautwein 

Poetry Slam Workshop

Am Montag, den 27.04. findet ein besonderer Workshop an unserer Schule statt. Der Poetry-Slamer Micha Kunze aus Köln kommt zu einem ganztägigen Unterrichtsworkshop, um Schülerinnen der Projekt-AG SchreibKunst und einem Grundkurs Deutsch das Handwerk der deutschsprachigen Poesie in Form von Poetry-Slam und Spoken Word in Theorie- und Praxiseinheiten zu vermitteln. Der Workshop führt hin zur großen Premiere, zum ersten Schul-Slam zwischen Elisabethschule, Philippinum und Steinmühle.

Save the date: Premiere des 1. Schul-Slam am Mittwoch, dem 10.06., ab 19.00 Uhr in der Steinmühle.