
10.02.2026 Good Morning Deutschland, Good Night Canada! Das Wetter ist bescheiden.
Es regnet fast den ganzen Tag. Und ausgerechnet heute steht eine Sightseeingtour auf dem Programm. Schon um 9:15 geht es los. Unser Tourguide kommt im Schottenrock und das bei dem Wetter! Respekt! Im Laufe des Tages erfahren wir von ihm vieles über einzelne Stadtteile von Vancouver, aber auch über die Vegetation und die Tierwelt. Seine Ausführungen sind sehr informativ und kurzweilig. Stanley Park, Chinatown, Gastown, Granville Island sind die wichtigsten Stationen unserer Rundtour. Nach der Sightseeingtour geht es dann noch für drei Stunden in die Mall. Die letzten Einkäufe werden getätigt, das letzte Kilo Freigepäck im Koffer gefüllt. Zum Abschluss des Tages gehen wir in das Brown Social House und genießen Essen und einen besonderen Ausblick.
Gute Nacht aus Vancouver!




09.02.2026 Good Morning Deutschland, Good Night Canada! Der Zeitunterschied zwischen uns und euch wächst heute noch einmal.
Zum letzten Mal reisen wir innerhalb Kanadas. Von Edmonton aus fliegen wir nach Vancouver, der Flug dorthin dauert gerade mal 1 Stunde und 15 Minuten und schon sind wir an der Westküste.
Wir haben richtig Glück mit dem Wetter, In Vancouver ist es warm und sonnig. Kaum im Hotel eingecheckt, zieht es uns direkt ans Wasser. Sonne, Strand, tolle Bilder werden geschossen. Mehrfach hört man Aussagen wie: “Ich habe drei lange Unterhosen dabei und meine dicken Winterschuhe an und statt 30 Grad Minus haben wir 10 Grad Plus, das glaubt mir kein Mensch!”, es fühlt sich eher nach Urlaub im Süden an als nach Kanada.
Abends geht’s zum Bowling. Wir haben gleich sechs Bahnen gemietet, dazu gibt’s Pizza und Salat. Schnell bilden sich Teams und schon fliegen die Kugeln über die Bahnen. Natürlich geht auch Bowling nicht ohne Wettkampffeeling. Es wird hart um jeden Punkt gekämpft, aber immer mit einem lachenden Auge.
Um 22:00 Uhr verlassen wir gut gelaunt und ziemlich müde das Bowlingcenter, zurück geht es ins Hotel und dann direkt ins Bett. Morgen wartet ein anstrengender Tag auf uns.
Gute Nacht aus Vancouver






08.02.2026 Good Morning Deutschland, Good Night Canada! Heute stehen für beide Teams die letzten Basketballspiele in Kanada auf dem Programm.
Für die Jungs gilt es einen zufriedenstellenden Abschluss zu erlangen, die Mädchen wollen ein Finale gewinnen.
Den ersten Ablaus des Tages bekommen am frühen Morgen zwei Jungs, die bislang von Edmonton quasi nur ihr Hotelzimmer gesehen haben und nun endlich wieder soweit gesund sind, dass sie mit zur Schule laufen können. Ein erster emotionaler Moment.
Der letzte Turniertag in Edmonton ist von seinem Ablauf auch immer ein besonderer Tag, erst gibt es eine gemeinsame Messe, die findet diesmal in der Sporthalle statt und jeweils ein Mädel und ein Junge unseres Teams lesen, Psalm und Fürbitte vor. Danach gibt es für alle Teams ein Frühstück und dann geht es endlich in die Halle zum Basketball.
Wir haben mit den Jungs das erste Spiel des Tages. Und ein weiteres Highlight folgt, einer unserer verletzten Jungs darf mit aufs Feld, bekommt den Sprungball und kann einen Korbleger machen. Die Teams feiern diesen Moment lautstark. Das Spiel steht für die Jungs unter dem Motto: Warum sind wir hier? Die Antwort wollen sie auf dem Platz zeigen, so fordern sie auf dem Feld von Beginn an das deutlich physischere Gegner-Team, weichen nicht zurück und bringen viel Einsatz. Bis zur Halbzeit entwickelt sich ein spannendes Spiel, ausgeglichen und intensiv.
Im dritten Viertel dann der Einbruch. Zu viele kleine Fehler, der Rhythmus geht verloren, plötzlich ein 12-Punkte-Rückstand. Doch die Mannschaft kämpft sich zurück, startet eine starke Aufholjagd und kommt bis auf einen Punkt heran.
Am Ende reichen eine gute Presse des Gegners und einzelne Unkonzentriertheiten aus, um das Spiel nicht mehr drehen zu können. Besonders hervorzuheben sind die Bankspieler, die auf verschiedene Arten wichtige Impulse gebracht haben.
Es folgt das Finale. Die Mädels sind sofort da. Zerstörermodus 3.0 – diesmal direkt zu Beginn ein fetter 11:1-Run. Drei erfolgreiche Dreier gleich am Anfang, ein klares Statement. Nach dem ersten Viertel steht es folgerichtig 17:4.
Der Gegner gibt sich aber nicht geschlagen und kämpft sich bis zur Halbzeit wieder auf 10 Punkte heran. Das Spiel wird intensiver, körperlicher, jeder Ball hart umkämpft.
Nach der Pause dann eine echte Durststrecke: Fünf Minuten lang will einfach nichts fallen, der Korb wirkt wie vernagelt. Erst in der 26. Spielminute fällt endlich der erste Korb. In dieser Phase kommt das gegnerische Team sogar bis auf drei Punkte heran.
Doch in den letzten Minuten zeigen die Mädels wieder ihre Klasse. Ununterbrochen lautstark angetrieben von den Jungs wird die Presse clever ausgespielt, um jeden Ball gekämpft (blaue Flecke inklusive) und am Ende steht der Turniersieg.
Zur Belohnung gibt es in der Kabine noch eine ordentliche Wasserdusche von den Jungs.
Und auch individuell ein starkes Zeichen: Das Marburger Jungen- und Mädchenteam stellen jeweils einen Spielerin fürs All-Star-Team, und der Turnier-MVP geht ebenfalls an eine Marburger Spielerin.
Damit endet die Basketballreise, ab jetzt heißt es nur noch Land und Leute genießen. Auf nach Vancouver!
Ein letztes Mal: Gute Nacht aus Edmonton!


07.02.2026 Good Morning Deutschland, Good Night Canada! Unsere Jungs haben heute wieder das erste Spiel und müssen früh los.
Während beim Aufwärmen noch alle einen guten Eindruck machen, haben wir dann doch phasenweise Probleme, als Team richtig ins Spiel zu finden. Zwar kommen wir immer wieder zu Abschlüssen aus dem Schnellangriff und zu gut rausgespielten Würfen, doch am Ende zeigen die Kanadier einfach die etwas besseren Nerven und mehr Ruhe. Mit nur zwei Punkten Unterschied verlieren wir und es fühlt sich extrem unglücklich an, vor allem, weil der Gegner definitiv schlagbar war. Eine schwere Niederlage für uns, aber kein Grund, den Kopf hängen zu lassen. Jetzt heißt es für uns ein letztes Mal Fokus neu aufbauen, alles reinwerfen fürs Spiel morgen und mit einem Sieg zurück nach Deutschland. Leicht wird das nicht, aber wir geben alles!
Es folgt das Spiel der Mädels, Zerstörermodus Teil 2.
Erneut ein 11:0 Start. Eine frühe Auszeit des Gegners ist nötig und von den Rängen schallt es lautstark von unseren Jungs „Coach is nervous!“. Die Mädels geben weiter Gas, laufen Fast Break um Fast Break, machen Druck übers ganze Feld und zwingen den Gegner zur nächsten Auszeit. Wieder hört man„Coach is nervous!“, diesmal jedoch von der ganzen Halle, die Kanadier finden die Anfeuerungsrufe der Jungs super und stimmen kräftig ein. Zur Halbzeit dann noch ein fetter Buzzer Beater fast von der Mittellinie und die Halle ist am ausrasten. In der zweiten Halbzeit bekommen alle ihre Minuten, angepeitscht von den Jungs spielen die Mädels das Ding souverän runter und fahren den Sieg sicher nach Hause.
Schnell geht es nach dem Spiel zurück ins Hotel, nur 2 Stunden Zeit zum Stylen, dann zurück zum Tournament-Dance.
Was dort genau passiert ist, können wir leider nicht berichten, Coaches haben keinen Zutritt. Aber wir gehen stark davon aus, dass ordentlich das Tanzbein geschwungen wird und ganz nebenbei die Englischkenntnisse verbessert werden.
Gute Nacht aus Edmonton
Die Spiele heute sind: Jungen 12:00 Uhr Ortszeit, Mädchen 18:00 Uhr Ortszeit
06.02.2026 Good Morning Deutschland, Good Night Canada! Schon beim Frühstück liegt heute große Anspannung in der Luft.
Man merkt sofort: Heute ist kein normaler Tag. Erster Turniertag in Edmonton.
Als wir in der Schule ankommen, ist sofort klar: Hier passiert heute etwas Besonderes. Überall Teams, Trikots, gespannte Gesichter. In der kleinen Halle treffen sich alle Mannschaften des Turniers, Teamfotos werden gemacht. Danach die Aufstellung für den Einmarsch in die große Eingangshalle. Ein Team nach dem anderen wird vorgestellt, großer Applaus, ein erster echter Gänsehautmoment.
Es folgen kurze Ansprachen, dann die Nationalhymnen. Die Halle steht, es wird still, Emotionen überall, der zweite Gänsehautmoment. Nach dem obligatorischen Sprungball der beiden Kapitäne des Eröffnungsspiels, Marburg gegen St. Joseph Highschool, geht es endlich los. Für die Jungs heißt es: ab in die Sporthalle, erstes Spiel des Turniers.
Die Halle ist voll. Gefühlt ist die ganze Schule da, um ihr Team zu unterstützen und um die „Deutschen“ zu sehen. Die erste Halbzeit läuft stark, tolles Teamplay, egal ob gegen Zone oder Mann-Mann. Die Würfe fallen, fünf Dreier in der ersten Halbzeit, und die Halle wird immer lauter. Lautstarker Support, jeder Ballgewinn wird gefeiert.
Im dritten Viertel merkt man dann die Erschöpfung, die Konzentration lässt nach. Mitte des vierten Viertels steht ein 17-Punkte-Rückstand auf der Anzeige. Aber die Jungs geben nicht auf. In der Schlussphase kommen nochmal starke offensive und defensive Impulse, sie kämpfen, sie glauben dran. Am Ende bleiben 8 Punkte Rückstand.
Und trotzdem gilt: It needs Heroes.
Und diese Jungs sind unsere Heroes.
Danach das Spiel der Mädchen und auch hier ist die Stimmung in der Halle richtig gut. Von Beginn an schalten sie in den Zerstörermodus: Ganzfeldpresse, der Gegner wird sofort zu Fehlern gezwungen. Die ersten Minuten sind ein Statement, ein 11:0-Run zum Start. Alle bekommen Spielzeit, es wird mit vielen Fastbreaks gescored. In der Offense läuft der Ball, echtes Teamplay, und obwohl die Heimhalle diesmal nicht ganz so laut wird, ist die Dominanz klar. Endstand: 61:29.
Alles in allem können wir auf beide Teams stolz sein. Auch wenn die Jungs ihr Spiel verlieren, haben beide Mannschaften unsere Schulen und unser Land beeindruckend repräsentiert.
Mit Herz, mit Teamgeist und mit echten Heroes. Gute Nacht Edmonton



04.02.2026 Good Morning Deutschland, Good Night Canada. Der Tag heute ist schnell erzählt.
Morgens in Banff in den Bus, nachmittags in Edmonton aussteigen. Schnell die Zimmer beziehen, mal eine Runde durch die Stadt, Rogers Place kurz anschauen, in der Stadt sind unzählige Edmonton und Toronto Eishockey Fans unterwegs, abends im Craft Restaurant Abendessen, danach nochmal im 26. Stockwerk in den Pool und dann zufrieden und müde ins Bett.
Gute Nacht aus Edmonton





03.02.2026 Good Morning Deutschland, Good Night Canada. Heute ist so ein Tag, den man einfach mal genießt.
So ist zumindest der Plan. Ausschlafen, ohne Wecker, dann ganz entspannt schön frühstücken und danach ein bisschen shoppen gehen. Kein Stress, gute Laune, alles gut. Zwischendurch kurz in den Hot Tub, dann was Leckeres essen – genau der richtige Mix aus Erholung und Vorfreude, denn am Nachmittag stehen zwei Freundschaftsspiele an. So weit, so gut.
Um 15:00 machen sich die Mädels auf den Weg zur ihrem Freundschaftsspiel. 10 Spielerinnen sind gesund und einsatzbereit. Die Jungs dagegen nur zu siebt. Beide Teams spielen gegen eine Highschool aus Banff. Die Mädels starten super konzentriert, spielen schön zusammen, punkten gut und legen sehr schnell eine hohe Führung hin. Auch in der zweiten Halbzeit bleiben sie fokussiert und bauen den Vorsprung weiter aus. Leider verletzen sich im Laufe der ersten Halbzeit zwei Spielerinnen, zum Glück nichts Ernstes, aber zur Sicherheit müssen beide untersucht werden – in Edmonton sollten sie wahrscheinlich wieder dabei sein. Die verbliebenen acht ziehen das Spiel durch und nutzen die Situation, um viel Spielzeit zu sammeln und Verantwortung zu übernehmen. Am Ende gewinnen sie deutlich.
Die Jungs beginnen ebenfalls richtig gut, holen schnell einen 12-Punkte-Vorsprung raus. Dann schleichen sich Unkonzentriertheiten ein: Würfe fallen nicht, die Verteidigung ist nicht konsequent genug. Da wir nur sieben Jungs haben, ist vorher ausgemacht worden, dass nur 2×10 Minuten gespielt werden. Nach den ersten zehn Minuten liegen wir noch vorne, in den zweiten zehn Minuten geht die Führung zwischenzeitlich verloren. Aber das Team kämpft sich zurück, gibt nicht auf – und eine Sekunde vor Schluss fällt der entscheidende Freiwurf. Der erste Sieg in Kanada ist gesichert. Gänsehautmoment.
Nach den Spielen wird gemeinsam mit den Kanadiern Pizza gegessen, danach geht es zurück ins Hotel. Runterfahren und zum Abschluss nochmal in den Hot Tub oder an der Feuerschale sitzen und den Abend genießen. Besser kann man so einen Tag eigentlich nicht ausklingen lassen.
Gute Nacht aus Banff!




01.02.2026 Good Morning Deutschland, Good Night Canada. Die Jungen haben heute als erste ihr Spiel.
Die Voraussetzungen sind alles andere als ideal. Zwei unserer großen Spieler sind krank, viele andere wirken müde und angeschlagen. Dazu ist es erst 8 Uhr morgens, als das Spiel beginnt. Trotzdem starten wir mit hoher Energie. Das Tempo ist von Anfang an hoch, wir laufen viele Fastbreaks und drücken aufs Gas. Es ist ein schnelles, intensives Spiel. Immer wieder erarbeiten wir uns gute Chancen, lassen jedoch zu viele einfache Körbe liegen. Zur Halbzeit führen wir dennoch verdient mit 12 Punkten. In den letzten Minuten treffen die Gegner drei Dreier, während unsere Würfe nicht mehr fallen. Gegen die Zone agieren wir zunehmend überhastet, die Ruhe geht verloren. Am Ende verlieren wir unglücklich mit fünf Punkten. Ein Sieg wäre absolut verdient gewesen.
Da die Mädels in einer anderen Halle spielen, etwa 30 Minuten Busfahrt entfernt, geht es nach dem Spiel sofort in den Bus und zu den Mädchen. Pünktlich zum Anpfiff sind die Jungen in der Halle, um die Mädchen zu unterstützen.
Leicht ersatzgeschwächt starten die Mädels in das letzte Turnierspiel. Von Beginn an geht es hart zur Sache. Bei Aktionen am Brett bleiben die Pfiffe aus, die Schiedsrichter scheinen noch im Bett geblieben zu sein. Zusätzlich fehlt das Wurfglück von außen. Zur Halbzeit steht es 36:18 für den Gegner. Doch das Team gibt nicht auf. Die Mädels halten gut dagegen und stellen sich der harten Spielweise entschlossen entgegen. In der zweiten Halbzeit fehlt dann etwas die Energie, um das Spiel noch zu drehen. Das Endergebnis spiegelt jedoch nicht wieder, was heute geleistet wurde – und schon gar nicht, wozu diese Mannschaft eigentlich fähig ist.
Für uns ist das Turnier bereits gegen Mittag vorbei. Nach den intensiven Spielen kehrt langsam Ruhe ein, doch der Tag ist noch lange nicht zu Ende. Am Nachmittag machen wir uns gemeinsam auf den Weg zu einem College-Basketballspiel. Die Halle ist beeindruckend und wir genießen es, Basketball einmal aus einer ganz anderen Perspektive zu erleben.
In der Halbzeitpause wird es dann besonders spannend: Ein Teil unseres Teams darf aufs Parkett und spielt die „Reise nach Jerusalem“. Die Stimmung bei uns ist ausgelassen und am Ende strahlt die Gewinnerin. Sie wird mit Shirts und einem Hoodie belohnt.
Am späten Abend heißt es schließlich Koffer packen. Morgen nehmen wir Abschied von Calgary, dann geht die Reise weiter nach Banff.
Ein letztes Mal Gute Nacht aus Calgary!




31.01.2026 Good Morning Deutschland, Good Night Canada. Der Tag beginnt früh: Schon um 7:15 Uhr sind wir in der Halle zum ersten Spiel des Tages gegen die Coyotes aus Centennial.
Die Starting Five starten stark ins Spiel, spielen konzentriert und sorgen dafür, dass früh gewechselt werden kann. Schnell erarbeiten sich die Mädels einen zwischenzeitlich zweistelligen Vorsprung.
Dann schleichen sich Unkonzentriertheiten in der Verteidigung ein, der Gegner kommt zu leichten Körben und an der Freiwurflinie lassen wir zu viele Punkte liegen. So übernehmen die Coyotes die Führung und gehen mit 35:30 in Front.
Hochmotiviert gehen wir in die zweite Halbzeit, doch die Coyotes bauen ihren Vorsprung zunächst auf 12 Punkte aus. Nach einer klaren Ansprache in der Auszeit folgt jedoch eine fulminante Aufholjagd. Angetrieben von den lautstarken Jungs von außen schrumpft der Rückstand Punkt für Punkt: tolles Teamplay, Steals aus der Ganzfeldverteidigung und erfolgreiche Dreipunktewürfe bringen uns zurück ins Spiel.
Eine Minute vor Schluss starten die Mädels einen Mega-Run – und am Ende steht ein verdienter 72:60-Sieg auf der Anzeigetafel.
Die Jungen spielen gegen Bishop Mc Nally. Zu Beginn sind Wille und Energie zwar deutlich zu sehen, doch die nötige Frische und Konzentration fehlen im Spiel. Die Jungs wirken müde, geraten schnell deutlich in Rückstand und lassen vor allem bei Pässen und Abschlüssen die nötige Konzentration vermissen. Der Gegner nutzt das konsequent aus, zeigt sich sehr stark im Abschluss und trifft zudem hochprozentig von der Dreipunktelinie.
In der zweiten Halbzeit verbessert sich das Zusammenspiel spürbar. Der Ball läuft besser, mehrere Jungs können scoren und das Team findet mehr Struktur im Spiel. Auch wenn der Rückstand nicht mehr entscheidend verkürzt wird, geben die Jungs nie auf. Alle kommen zum Einsatz, jeder gibt sein Bestes – ein Spiel, das trotz des Ergebnisses den starken Teamgeist zeigt. Zum Ende müssen wir uns deutlich mit 103:63 geschlagen geben.
Den Abend nutzen wir zur Erholung und Entspannung mit einem Essen im Hotel und dem Pool.
Gute Nacht aus Calgary!


30.01.2026 Good Morning Deutschland, Good Night Canada! Der Tag startet durchwachsen…
Leider haben sich einige einen Infekt eingefangen. Sowohl bei den Mädchen, als auch bei den Jungs sind nicht alle fit und zwei müssen sogar im Hotel bleiben. Da es auch zwei vom Staff-Team „erwischt“ hat, müssen da sogar drei im Hotel bleiben.Aber wir sind nach drei Tagen schon alle zusammen ein gut eingespielter Haufen, wir bekommen auch eine solche Situation geregelt.Also frohen Mutes auf zu den ersten Turnierspielen!Die Mädels haben das Eröffnungsspiel im Turnier, es ist am Anfang sehr emotional. Nach der gesungenen Nationalhymne und der Vorstellung der Teams ist die Stimmung großartig. Der Gegner nimmt uns zu Beginn mit starker Presse aus dem Spiel, setzt viel Druck aus und macht es uns schwer, ins Spiel zu finden. Einige Aktionen zum Korb bleiben ohne Erfolg, auch die Würfe von außen wollen nicht fallen.Trotzdem gibt es Positives: Alle Spielerinnen kommen zum Einsatz und das Team kämpft bis zum Ende, auch wenn sich der Abstand immer weiter vergrößert. Man merkt, dass wir uns erst an die Spielweise gewöhnen müssen – es wird sehr hart gespielt und die Schiedsrichter lassen viel laufen. Ein Spiel, aus dem wir viel lernen können.Die Jungs spielen erst um 18:00 Uhr, ein langer Tag. Auch ihr Spiel ist geprägt von einer hohen Dynamik und Intensität. Der Gegner ist sehr athletisch und groß.
So beginnt das Jungen-Basketballspiel beginnt mit großer Nervosität, besonders in der ersten Halbzeit. Viele Aktionen wirken verkrampft, und das Team findet nur schwer in einen guten Rhythmus.
In der zweiten Halbzeit zeigt sich ein ganz anderes Bild: Die Jungs spielen mit hohem Kampfgeist und deutlich mehr Mut. Das Scoring ist breit verteilt, jeder übernimmt Verantwortung und bringt sich ein. So verkürzen sie den Rückstand am Ende von 20 Punkten auf 12 Punkte. Eine starke zweite Halbzeit, die zeigt, welches Potenzial in der Mannschaft steckt.Das Mädchenspiel startet heute um 8:45 Uhr Ortszeit, das Jungenspiel um 14:30 Uhr.
Grüße aus Calgary
29.01.2026 Good Morning Deutschland, Good Night Canada!
Heute ist es passiert, einige haben eine neue Sportart und damit verbunden eine neue Leidenschaft entdeckt.
Jeder hat es bestimmt schon einmal im Fernsehen bei den Winterspielen gesehen. Curling, und wahrscheinlich haben viele gedacht, cool, wie die da mit ihrem Schruber über das Eis rutschen. Wo ist das Problem, so einen Rock (Curlingstein) über das Eis zu schieben, damit er hinten im Haus liegen bleibt? Nun, wir wurden eines besseren belehrt. Viel Körperbeherrschung, Gefühl, aber auch Kraft in den Beinen sind nötig, um einen Rock, der immerhin 22 kg wiegt, an die Stelle zu platzieren, die man möchte. Ebenso ist viel Kraft in Bauch und Armen nötig, um die Eisfläche vor dem Rock zu erwärmen, damit er seine Geschwindigkeit behält und im Haus landet.
Aber, schnell hat man das Prinzip grob, mit Unterstützung von Hilfsmitteln erlernt und es kann sich ein Spiel entwickeln. So waren sehr bald die ersten Jubelschreie über erstaunlich gelungene Versuche zu hören und nach einer Stunde üben, wurden die ersten Matches gespielt.
Natürlich hat der ein oder die andere Erfahrung mit dem Eis machen müssen, aber das wurde meist mit einem Lacher hingenommen und weiter ging es.
Eine tolle Erfahrung.
Am Nachmittag besuchten wir eine private Ranch, die durch ihre Ruhe, Weite und die Natur fasziniert hat. Die herzliche Gastfreundschaft, das sehr gute Essen und ein gemeinsamer Spaziergang durch die Felder prägten diesen Teil des Tages. Dabei entdeckten wir die Überreste eines Rehbocks, der vermutlich von Kojoten gerissen worden war, sowie frische Kojotenspuren im Schnee. Auch Weißkopfadler konnten wir beobachten, bevor ein eindrucksvoller Sonnenuntergang den Tag abrundete.
Ein besonders schöner Abschluss war, dass eine Schülerin von den Gastgebern einen Cowboyhut geschenkt bekam, den sie bereits den ganzen Tag getragen hatte. Eine weitere schöne Geste unserer Gastgeber!
Damit geht es nun nach dem zweiten vollen Tag, ab ins Bett!
Gute Nacht aus Calgary!



28.01.2026 Good Morning Deutschland, Good Night Canada!
Für unserer Verhältnisse, ein ganz normaler Tag.
Lang, intensiv, nicht immer so wie erhofft, aber letztendlich ein schöner Tag.


Gestartet sind wir heute Morgen mit einem richtig guten Training. Trotz Jetlag und Schlafdefizit zeigten sich die Teams sehr konzentriert, motiviert und engagiert. Man hat gemerkt, dass alle Lust hatten, zu arbeiten.
Nach dem gemeinsamen Essen und einer kurzen Ruhephase ging es dann zur Joane-Cardinal-Schubert High School, zu unseren ersten Spielen auf kanadischem Boden.
Im ersten Spiel trat die Mädels-Mannschaft an. Sie startete mit viel Energie in die Partie und zeigte von Beginn an eine hohe Einsatzbereitschaft. Besonders erfreulich war, dass alle fitten Spielerinnen Einsatzzeit bekamen und ihren Teil zum Spiel beitragen konnten. Der Gegner machte es uns phasenweise leicht, trat insgesamt jedoch sehr physisch auf. An diese intensive Spielweise mussten wir uns zunächst gewöhnen, fanden aber mit zunehmender Spielzeit immer besser in die Partie und nahmen den Kampf an. Am Ende stand ein deutlicher und verdienter 71:32-Sieg.
Im Anschluss spielte die Jungsmannschaft. Das Spiel war insgesamt sehr schnell und äußerst körperbetont. Die Jungs hielten über weite Strecken gut mit, waren phasenweise auch nah dran und haben sich teilweise wirklich gut präsentiert. Am Ende mussten sie sich jedoch mit 63:99 geschlagen geben. Hier machte sich der Jetlag dann doch bemerkbar – für uns war es gefühlt bereits mitten in der Nacht, sodass Kraft und Puste irgendwann ganz verständlich nachließen.
Trotz des anstrengenden Tages und der intensiven Spiele blieb die Stimmung den ganzen Tag über richtig gut. Beide Teams feuerten sich gegenseitig lautstark an, sorgten für eine tolle Atmosphäre und hielten die Energie hoch. Auch abseits des Spielfelds war die Laune super: Es wurde viel gelacht, gescherzt und als Gruppe einfach viel Zeit miteinander verbracht. Nach den Spielen haben wir an der Highschool, an der wir gespielt haben, noch gemeinsam Pizza gegessen – ein richtig schöner Moment zum Runterkommen, Austauschen und Zusammenwachsen.
Jetzt fallen tatsächlich alle sehr zufrieden, aber vor allem sehr müde ins Bett.
Und zum Abschluss noch eine gute Nachricht für heute Abend: Der zuletzt fehlende Koffer ist inzwischen auch endlich im Hotel angekommen 🎉 Damit sind nun wirklich alle wieder vollständig ausgestattet – ein kleines, aber sehr erleichterndes Happy End nach diesem langen Tag.
Gute Nacht aus Calgary!
Schon mal vormerken für Donnerstag: Kanadische Ortszeit 11:00 Uhr 1. Turnierspiel der Mädels
https://www.youtube.com/@SaintsTelevision
Der Organisator hofft, dass der Stream geht.
Die Ergebnisse des Mädelsturniers können hier verfolgt werden:
https://sites.google.com/view/saintsseniorclassic/home
Kanadische Ortszeit 18:00 Uhr 1. Turnierspiel der Jungen
Die Ergebnisse des Jungenturniers können hier verfolgt werden: https://sites.google.com/learn.cssd.ab.ca/legendarybobcatbowl/home
27.01.2026 Good Morning Deutschland, Good Night Canada!
Was für ein Start!
Wir haben ja schon vieles auf unseren Reisen erlebt, ungültige eTA‘s, die 1 Minute vor Schließung des „Check in“ dann wieder frei geschaltet wurden, Verspätung in Toronto und unser Flieger für die Weiterreise war weg, Reisepässe vor der Sporthalle im Schnee…, aber das, was gestern und heute abging, toppt alles.
Die kurze Version: Sonntagmorgen um 8:00 Uhr war noch alles gut, aber das änderte sich schlagartig um 8:14 Uhr. Alle Flüge von Toronto nach Calgary wurden gecancelt.


30 Minuten später kam die Nachricht rein, dass drei Leute über London direkt nach Calgary fliegen würden. Rücksprache mit dem Reisebüro, abwarten, für den Rest gibt es dann sicher auch eine Lösung. Immer noch warten. Nachmittags Mail zur Busfirma – möglicherweise eine andere Abfahrtszeit, Mail an das Hotel – wir wissen nicht, ob wir kommen können, Mail an die Schule – was ist gerade bei uns los… Mail an die Eltern bitte Mails checken…
Gegen 21:00 Uhr dann endlich Nachricht von Air Canada – Ernüchterung, Ratlosigkeit, wie soll das funktionieren?! Wir fliegen nach Toronto wie geplant (außer die drei) und sollen dann von dort weiterfliegen am nächsten Abend – 34 Stunden am Flughafen warten, kein Hotel! Wieder Mails an Busfirma, Hotel, Schule, Reisebüro Ahrens. Um 23:00 Uhr die letzten Versuche direkt bei Air Canada was zu erreichen, aber keine Chance – Stunden Warteschleife nach Ansage. Unsere einzige Hoffnung, wir sind früh am Flughafen, wir belagern direkt den Schalter von Air Canada, wir bringen alle möglichen Argumente auf den Tisch, Schüler, die dafür 2 Jahre gearbeitet, kein Geld für ein Hotel, große Gruppe, müssen morgen Turnier spielen, unsere Taktik funktioniert, eine Dame von Air Canada macht unsere Flüge zu Ihrer persönlichen Aufgabe, sucht und findet, splittet und wagt alles, storniert und bucht neu ein und schafft das Unmögliche mit ihrem Kollegen. Ihr Kollege löst einzelne Personen aus der Gruppenbuchung – sie bucht direkt ein – no risk in fun! 90 Minuten später: 30 Leute bekommen einen Direktflug nach Calgary. 9 müssen wir allerdings zurück lassen, sie sollen nach Toronto und am nächsten Tag erst weiterfliegen. Die Zeit drängt noch 5 Minuten, dann schließt der Check-In Schalter nach Toronto. Sie sind schon am Einchecken, als uns einfällt, wir hatten doch schon einmal drei Flüge über London nach Calgary, vielleicht geht da wenigstens für drei noch etwas. Unsere persönliche Beraterin ist sofort dabei. Sie bucht zwei, nochmal zwei und riskiert wieder alles, „Kommt, ist egal jetzt, wir probieren die restlichen fünf auch noch mit einer Buchung!“
Bingo! Alle sind untergebracht.
Dann hat der Flieger nach London etwa 45 Minuten Verspätung und in London sind planmäßig nur zwei Stunden Zeit zwischen Ankunft und wieder Abflug. Während wir Boarding haben, sehen wir noch, dass die London-Maschine um 14:36 Uhr landen wird und die Calgary-Maschine mit Verspätung erst um 15:16 Uhr abfliegen wird – kein Problem, ist ja noch ewig Zeit.
Aber es fehlt ein Ticket, so dass letztendlich zwei im Sprint durch den Flughafen hetzen und gerade noch zum letzten Aufruf den Flug erreichen. Ende gut, alles gut!
Beide Flüge landen nur mit einer halben Stunde Unterschied in Calgary. Kurz darauf ist der Bus da, alles passt rein, er bringt uns sicher zum Hotel und zum Abschluss des Tages geht es für einige in den Pool.

War doch ein super gelungener Tag!
Gute Nacht aus Calgary!