BRAVE NEW WORLD
2026

Das Stück
„Eine dystopische Reise zwischen Konsum, Kontrolle und dem Ruf nach Freiheit.“
BRAVE NEW WORLD | SCHÖNE NEUE WELT
In ihrer neuen Produktion widmet sich die Theater-AG der Elisabethschule einem der großen dystopischen Klassiker des 20. Jahrhunderts: Aldous Huxleys „Brave New World/ Schöne neue Welt“. Die Schülerinnen und Schüler haben aus dem Roman eine eigenständige, moderne Spielfassung entwickelt, die den Stoff nicht nur neu erzählt, sondern ihn konsequent in unsere Gegenwart übersetzt.
Wie im Original betreten wir eine Zukunft, in der Stabilität, Konsum und künstlich erzeugtes Glück über allem stehen. Menschen werden in Brutzentren gezüchtet, in Kasten sortiert und durch Konditionierung auf ein funktionierendes, aber inhaltsleeres Leben vorbereitet. Emotionen gelten als Gefahr, Wissen als Risiko, Individualität als Störung – und wer überhaupt noch Schmerz verspürt, dem empfiehlt man: „Tut dir was weh, nimm ein Dragee.“
Die Begegnung mit der „Äußeren Zone“ und ihren Bewohnern bringt die Ordnung ins Wanken und konfrontiert die Figuren mit Fragen nach Freiheit, Wahrheit und Verantwortung.
Die Theater-AG zeigt mit „Brave New World“, wie aktuell Huxleys Vision geblieben ist. Die Inszenierung macht erfahrbar, wie leicht Freiheit gegen Bequemlichkeit eingetauscht werden kann und wie sehr Menschen nach Sinn hungern, selbst wenn ihnen perfektes, chemisch gesichertes Glück versprochen wird.
Die Theater-AG freut sich auf die Vorstellungen Ende Juni in der Waggonhalle.
Zur Inszenierung
Ein sprechendes Känguru, das sich selbst als überzeugten Kommunisten bezeichnet. Es ist politisch. Sarkastisch. Und einfach plötzlich da. Marc-Uwe Klings Känguru-Chroniken, eine satirische Buchreihe in vier Bänden, erzählt in kurzen, pointierten Episoden vom Alltag mit einem Beuteltier. Humorvoll, kritisch und voller Wortwitz verhandeln die Texte große Themen wie Kapitalismus, Politik und Zusammenleben. Die Vielzahl an Episoden ist eine Fundgrube – und eine Herausforderung zugleich: Wie bringt man Hunderte größtenteils unverbundene Szenen auf die Bühne?
Wir haben uns früh entschieden, keine lose Aneinanderreihung einzelner Episoden zu zeigen. Stattdessen erzählen wir eine durchgehende Geschichte mit klarer politischer Haltung. In Anlehnung an die Filmfassung erzählen wir von einem alten Wohnviertel, das ins Wanken gerät: Der Bauunternehmer Dwix will mit einem profitablen Immobilienprojekt alles verändern. Für das Känguru und die Bewohner beginnt ein Kampf um ihr Zuhause und um den Zusammenhalt der Gemeinschaft.
Wir haben zentrale Figuren aus den Büchern ausgewählt und sie in eine neue Dramaturgie eingebettet. Viele Zitate und Episoden wurden dafür neu montiert. In unserer Fassung zieht das Känguru nicht nur bei Marc-Uwe ein, sondern mitten in eine Wohngemeinschaft.
Mitbewohner, die resolute Herta und Nachbarn schließen sich zusammen, um den Plänen von Dwix etwas entgegenzusetzen. Unterstützung – oder auch Hindernisse – finden sie dabei bei Polizisten, Journalisten und Therapeuten, die das Geschehen auf ihre Weise beeinflussen.
Das Känguru positioniert sich satirisch und provokant gegen Rechtsextremismus – verbal scharf, manchmal auch handgreiflich. Diese inszenierte Gewalt verstehen wir als künstlerisches Symbol des Widerstands und nicht als Aufruf zur Nachahmung.
Das absurde, oft überzeichnete Geschehen spiegelt sich auch im comichaften Bühnenbild. Die berüchtigten „falschen Zitate“ des Kängurus entlarven mit Sarkasmus das Dahinterliegende.
Ob das Geschehen dabei nur im Kopf der Zuschauer stattfindet, möge jeder selbst entscheiden.
Aufführung und Karten
Mittwoch 17. Juni 2026
Donnerstag 18. Juni 2026
Freitag 19. Juni 2026
jeweils 19.30, Waggonhalle Marburg
Informationen zum Vorverkauf folgen
Fotos


























Ensemble
Amia Bah
Anne Mathes
Annemarie Kresse
Emma Kerkhey
Findus Guternacht
Janis Goldbach
Jil Schwartenberg
Johanna Salb
Laura Dittrich
Lilith Echternacht
Lina Lazer
Mariam Alhelal
Mathis Jacobs
Ruven Wagner
Sina Schaudig
Sophie Oberbeck
Theresia Sippel
Presse

Spielleitung
Tobias Purtauf