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Schneesport an der Elisabethschule

Eine konzeptionelle Zwischenbilanz

VORWORT

In der Gesamtkonferenz vom 03.02.2010 wurde beschlossen, das Fahrtenkonzept der Elisabethschule dahingehend zu verändern, dass ab dem Schuljahr 2010/11 alle Klassenfahrten der Jahrgangsstufe 8 als  Fahrten mit dem sportlichem Schwerpunkt „Wintersport“ durchzuführen sind.
Für die Organisation und die Durchführung dieser sog. „Schneesportwoche“ ist die Sportfachschaft  in Absprache mit den verantwortlichen Klassenlehrern/-lehrerinnen zuständig.

Das Konzept, das dieser „Wintersportfahrt“ zugrunde liegen soll, wird momentan aus den jahrelangen Erfahrungen in den Schulskikursen sowie den letzten beiden „Skifahrten“  von den Skilehrkräften der Elisabethschule entwickelt. In diesem Konzept  sind die neueren sportwissenschaftlichen und -didaktischen wie auch sportpädagogischen Erkenntnisse eingeflossen, die eine „Wintersportwoche“ dem bloßen „Skikurs“ gegenüber favorisieren. Um dem Kollegium einen ersten Einblick zu geben, was sich hinter dem Titel „Schneesportwoche“  verbirgt, folgt hier ein kurzer Zwischenstand. Herauszuheben ist, dass sich dieses Konzept nicht ausschließlich mit dem Erlernen des alpinen Skifahrens beschäftigt, sondern auch alternative Aktivitäten im, mit oder über Schnee aufzunehmen versucht, so dass  vielfältige Bewegungs- und Sinneserfahrungen in der winterlichen Bergwelt erfahrbar gemacht werden können.

Während der letzten Schneesportwochen  2010 (Klassen 8b/8c in Garmisch-Partenkirchen, Klassen 8a, d, e in Bezau) und 2011 (Klassen 8a/8c in Damüls, Klassen (b, d, e in Bezau) konnten erste Erfahrungen mit der Umsetzung eines solchen Konzeptes gesammelt werden. Diese Zwischenbilanz erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern versteht sich eher als ein Ratgeber für die Leitung(Klassenlehrer/innen und die Skilehrkräfte gleichermaßen) einer Schneesportfahrt. Hierbei werden Erfahrungen mit der Planung und Durchführung der letzten Fahrten zusammengefasst, Erfahrungen, die wiederum dem Leser helfen sollen, sich auf eine Fahrt möglichst gut vorbereiten zu können und eine optimale Zusammenarbeit von Lehrern und Skilehrern herzustellen.

Die Organisation einer Schneesportwoche

Bei der Planung einer Schneesportwoche hat es sich bewährt, sich frühzeitig (mind. 1 Jahr im Voraus) auf ein Skigebiet und ein Haus festzulegen. Nur dann ist es noch möglich, Ortsbesichtigungen vorzunehmen und die nötigen Absprachen mit dem Haus, dem Liftbetreiber und der Skiausleihe zu treffen. Eine solche Ortsbesichtigung hat sich als sehr informativ, gewinnbringend und somit unerlässlich für einen gelungenen Gesamtablauf der Klassenfahrt erwiesen, weil nur so ein realer Eindruck über die Eignung der Unterkunft und des Skigebiets zur Durchführung einer Schneesportwoche mit mindestens zwei Klassen gewonnen werden kann. Bei der Besichtigung ist auf folgende Teilaspekte zu achten:

  • Erreichbarkeit der Unterkunft
  • Gepäcktransport
  • Unterbringung der Schüler/innen
  • Essen
  • Lage im Skigebiet
  • Skiausleihe
  • Erreichbarkeit des Skiservices
  • Existenz  eines planen Geländes
  • Existenz  eines einfachen Übungshanges mit Lift
  • Existenz von Wanderwegen
  • Weitere wintersportliche Möglichkeiten wie Skilanglauf, Eislaufen, Curling,
  • Frequentierung des Skigebiets
  • Möglichkeiten zur Gestaltung des Rahmenprogramms
  • Preise

Konnte ein passendes Quartier in einem passenden Skigebiet gefunden werden, kann die  organisatorische Arbeit zur Vorbereitung einer Klassenfahrt beginnen. Dazu zählen:

  • Elternabend zur Genehmigung der Klassenfahrt
  • Genehmigung der Klassenfahrt durch den Schulleiter
  • Ansparen des Geldes auf dem Klassenkonto
  • Informationsabend für die Eltern über die Klassenfahrt
  • Zusammenstellen des Skilehrteams
  • Sammeln der Schülerdaten zur Skiausleihe
  • Veranstaltung eines Skibasars
  • Absprachen mit dem Haus, dem Liftbetreiber und der Skiausleihe
  • Planungstreffen der Skilehrkräfte
  • Planungstreffen der Klassenlehrer/innen mit der sportlichen Leitung

Tagesabläufe einer Schneesportwoche

Um die nötigen Vorbereitungen und Einkäufe noch vor Beginn der Klassenfahrt tätigen zu können, hat es sich als hilfreich erwiesen, sich mit den Klassenlehrern/-lehrerinnen und dem Skilehrteam im Vorfeld auf ein Kerngerüst der Klassenfahrt zu verständigen. Der genaue Ablauf kann allerdings erst vor Ort festgelegt werden, da einige Aktivitäten sehr stark von der  Schneesituation, der jeweiligen Witterung und den Gegebenheiten vor Ort abhängig sind. Dazu sind vor Ort morgendliche und/oder abendliche Briefings aller Beteiligten nötig!

So oder so ähnlich könnte eine Schneesportwoche ablaufen (basierend auf der Fahrt vom 23. – 29.01.2011 nach Damüls):

Tag 1

Uhrzeit

Aktivität

6.00 Uhr

Treffen und Verladen des Gepäcks und des Materials

6.00 – 14.00 Uhr

Anreise

14.00 – 15.00 Uhr

Skiausleihe

16.00 – 18.00 Uhr

Beziehen der Zimmer

18.00 – 19.00 Uhr

Abendessen/Informationen über das Haus, das Skilehrteam und den Ablauf der Woche

19.00 - 19.30 Uhr

Skilehrkraftvortrag: Kleidung und Material

19.00 Uhr – 22.00 Uhr

Abendprogramm mit Einteilung der Skigruppen / „Alternativ“-Gruppen

 Tag 2

Uhrzeit

Aktivität

8.00 Uhr

Frühstück

9.00 – 10.00 Uhr

Evt. Besichtigung des Skigebiets durch die Skilehrkräfte

10.00 – 12.00 Uhr

Skiunterricht / „Wintersport-Module“

12.00 – 14.00 Uhr

warmes Mittagessen und Mittagspause

14.00 – 16.00 Uhr

Skiunterricht / siehe oben

16.00 – 18.00 Uhr

Freizeit

18.00 – 19.00 Uhr

Abendessen

20.00 – 22.00 Uhr

Discoabend

22.00 Uhr

Nachtruhe

Besprechung der Lehrer/innen über den Ablauf des nächsten Tages und die Einteilung der Skigruppen

 Tag 3

Uhrzeit

Aktivität

8.00 Uhr

Frühstück

9.00 – 10.00 Uhr

Einzelunterricht kompensationsbedürftiger Schüler/innen

10.00 – 12.00 Uhr

Skiunterricht / s.o.

12.00 – 14.00 Uhr

warmes Mittagessen und Mittagspause

14.00 – 16.00 Uhr

Skiunterricht / s.o.

16.00 – 18.00 Uhr

Freizeit

18.00 – 19.00 Uhr

Abendessen

20.00 – 22.00 Uhr

Spieleabend

22.00 Uhr

Nachtruhe

Besprechung der Lehrer/innen über den Ablauf des nächsten Tages und die Einteilung der Skigruppen

 Tag 4

Uhrzeit

Aktivität

8.00 Uhr

Frühstück

9.00 – 10.00 Uhr

Einzelunterricht kompensationsbedürftiger Schüler/innen

10.00 – 12.00 Uhr

Skiunterricht / s.o.

12.00 – 14.00 Uhr

warmes Mittagessen und Mittagspause

14.00 – 16.00 Uhr

Skiunterricht oder Alternativprogramm

16.00 – 18.00 Uhr

Freizeit

18.00 – 19.00 Uhr

Abendessen

20.00 – 22.00 Uhr

Kinderpunsch mit Apres-Ski-Musik an der Schneebar, Schneeballschlacht

22.00 Uhr

Nachtruhe

Besprechung der Lehrer/innen

Tag 5

Uhrzeit

Aktivität

8.00 Uhr

Frühstück

9.00 – 10.00 Uhr

Einzelunterricht kompensationsbedürftiger Schüler/innen

10.00 – 12.00 Uhr

Skiunterricht / s.o.

12.00 – 14.00 Uhr

warmes Mittagessen und Mittagspause

14.00 – 16.00 Uhr

Skiunterricht / s.o.

16.00 – 18.00 Uhr

Freizeit

18.00 – 19.00 Uhr

Abendessen

20.00 – 22.00 Uhr

Nachtwanderung mit Fackeln

22.00 Uhr

Nachtruhe

Besprechung der Lehrer/innen

Tag 6

Uhrzeit

Aktivität

8.00 Uhr

Frühstück

9.00 – 10.00 Uhr

Einzelunterricht kompensationsbedürftiger Schüler/innen

10.00 – 12.00 Uhr

Skiunterricht / s.o.

12.00 – 14.00 Uhr

warmes Mittagessen und Mittagspause

14.00 – 16.00 Uhr

Skiunterricht oder Alternativprogramm

16.00 – 18.00 Uhr

Freizeit

Packen der Koffer

18.00 – 19.00 Uhr

Abendessen

20.00 – 23.00 Uhr

Bunter Abend mit Vorführungen der Schüler und Abschiedsparty

23.00 Uhr

Nachtruhe

Tag 7

Uhrzeit

Aktivität

8.00 Uhr

Frühstück

9.00 – 10.00 Uhr

Gepäcktransport und Transport der Schüler/innen zum Bus

10.00 – 11.00 Uhr

Rückgabe des Skimaterials

11.00 – 18.00 Uhr

Heimreise

Didaktik und Methodik des Skiunterrichts

Für viele Sportlehrkräfte ist es ein wahres Highlight, einmal im Jahr einen Skikurs geben zu dürfen. Es herrscht eine entspannte Atmosphäre innerhalb der Lerngruppe, die   viel kleiner ist als eine Sportklasse, der Bewegungsraum ist ungenormt und die Schüler/innen, insbesondere die Anfänger/innen lernen schnell. Dies alles kann sehr motivierend wirken, jedoch muss auch erwähnt werden, dass es sich beim Skiunterricht  um eine höchst verantwortungsvolle und körperlich anstrengende Arbeit handelt. Die Skilehrkraft muss immer sehr gewissenhaft und verantwortungsbewusst die richtigen Entscheidungen treffen, damit kein/e Schüler/in zu Schaden kommt. Außerdem gestaltet sich  der Anfängerunterricht als körperlich sehr herausfordernd, weil man ständig damit beschäftigt ist, den Schülern mit dem Material oder sich selber zu helfen. Um qualifizierten Skiunterricht geben zu können, sollte von Seiten der Schulleitung daher gewährleistet sein, dass Schulskilehrkräfte regelmäßig Fort- und Weiterbildungen im Bereich des Skisports besuchen, um didaktisch-methodisch gut vorbereitet zu sein.

Während der bisher durchgeführten Fahrten hat es sich bewährt, zwischen Anfängern, Fortgeschrittenen und guten Fortgeschrittenen zu differenzieren und die gesetzlich vorgeschriebene Obergrenze an SuS. in einer Skigruppe (15 Schüler/innen) nicht auszureizen. Eine solche Gruppeneinteilung muss im Vorfeld der Fahrt erfolgen, damit man abschätzen kann, wie viele Skilehrkräfte benötigt werden. Außerdem sollte im Vorfeld der Klassenfahrt geklärt werden, ob  die Möglichkeit und die Bereitschaft des Lehrteams besteht, eine Schüler/innengruppe einzurichten, die nicht primär am Skikurs teilnimmt, sondern für die ein Alternativprogramm zum Thema „Schnee und Berge“ ausgearbeitet und durchgeführt wird.

In Garmisch-Partenkirchen und Damüls hatten wir jeweils zwei Gruppen Fortgeschrittene (ca. 10 Schüler pro Gruppe) und fünf Gruppen Anfänger (ca. 8 Schüler pro Gruppe). Bei den Fahrten nach Bezau erhöht sich die Kurszahl entsprechend der höheren Schülerzahl, was allerdings auch die Chancen auf die Einrichtung eines Snowboardkurses verbessert. Durch diese kleinen Gruppengrößen wird ein effizientes Unterrichten auf dem Skihang  erleichtert:Die Gruppen sind übersichtlicher, lassen sich schneller versammeln, nehmen weniger Platz am Hang ein und man kann die Schüler/innen  individueller fördern und man kann besser differenzieren. Da die Elisabethschule über genügend Big Foot für ca. 50 Anfänger verfügt und die Skilehrkräfte im Raum Marburg mit dem Big Foot – Lehrkonzept vertraut sind, erfolgt der Einstieg im  Anfängerunterricht über Big Foot. Die Fortgeschrittenen beginnen mit Alpinski, greifen aber zumindest einen Vor- oder Nachmittag auf Big Foot zurück. Eine fünftägige Lerneinheit könnte sich wie folgt aufbauen:

 

Ski

Anfänger/innen

Ski

Fortgeschrittene

Tag 1

Vormittags auf Big Foot

  • Spiele im planen Gelände (Fangen, Parteiball, Staffeln)
  • Gleichgewichtsschulung
  • Durchlaufen eines Geschicklichkeitsparcours

 

Nachmittags auf Big Foot

  • Wiederholung des Vormittags
  • Fahren erster Kurven mit Aufsteigen
  • Erste längere Abfahrten auf blauen Pisten
 

Vormittags

  • Gruppeneinteilung
  • Einfahren
  • Kennenlernen des Skigebiets
  • Gleichgewichtsschulung (Fahren auf einem Ski)

 

Nachmittags

  • Koordination (Ringe hochwerfen)
  • Schwünge mit verschiedenen Radien
 

Tag 2

Vormittags auf Alpinski

  • Spiele im planen Gelände Gleichgewichtsschulung (auf einem Ski)
  • Durchlaufen eines Parcours

 

Nachmittags auf Alpinski

  • Fahren erster Kurven mit Aufsteigen, erste längere Abfahrten auf blauen Pisten
  • Erlernen des Gleitflugs für enge Passagen
 

Vormittags

  • Verschiedene Übungen zur Verbesserung des Kurzschwungs

 

Nachmittags

  • Kurzschwung
  • Demo und Synchronfahren
  • Viedoanalyse
 

Tag 3

Vormittags

  • Verbessern der individuellen Fahrtechnik (Übergang in steileres und engeres Gelände)

 

Nachmittags

Skiunterricht

  • Variation von Gelände und Geschwindigkeit /geländeangepasstes Fahren)
  • Alternativprogramm

Bau einer Schneebar, Rodeln, Bau von Schneeskulpturen

Vormittags

  • Einführung ins Carven

 

Nachmittags

  • Fahren auf Big Foot zur Verbesserung der zentralen Position
 

Tag 4

Vormittags

  • Fahren längerer PistenabschnitteSkisafari in andere Gebiete des Skigebiets mit Mittagpause im Schnee

 

Nachmittags

  • Kurzschwünge (Einführung)
  • Carven (Einführung)
 

Vormittags

  • Verschiedene Übungen zum Carven

 

Nachmittags

  • Fahren verschiedener Kurvenradien beim Carven
  • Auslösephase beim Carven
  • Videoanalyse Carven
 

Tag 5

Vormittags

  • Tandem Skifahren: Jeder Fortgeschrittene fährt mit einem Anfänger zusammen eine von den Skilehrern überwachte Piste.

 

Nachmittags

Skiunterricht

  • Begleitetes, sicheres Fahren im Skigebiet, Synchronfahren

 

Alternativprogramm

Schneerally

Vormittags

Tandem Skifahren:

  • Jeder Fortgeschrittene fährt mit einem Anfänger zusammen eine von den Skilehrern überwachte Piste.

 

Nachmittags

Fahrtechnik im Off-Piste-Gelände

Alternative Aktivitäten im Schnee

Ergänzend zum reinen Skiunterricht sollen noch weitere Schneesportaktivitäten in das Konzept einer Schneesportwoche aufgenommen werden. Hierbei sind folgende Möglichkeiten denkbar, deren Umsetzung  j stark vom gewählten Ort, der Schneemenge und dem Interesse der Schüler/innen und Lehrkräfte abhängig ist und je nach Interesse der Gruppe und der Gegebenheiten vor Ort beliebig erweitert werden kann:

Fahren von alternativen Gleitsportgeräten: Rodel, Mülltüten, Big Foot, Kurzcarver, SnowboardsSchnee als Baumaterial: Schneemänner, Schneebar, SkulpturenWanderungen im SchneeSchneeschuhwandernTheorieabende zum Thema Skiökölogie und- ökonomie, das Skigebiet als Lebensraum für Tiere und PflanzenBesuch von Wintersportstätten (Skisprungschanze, Rodelbahn, Eislaufstadion, Curlingplatz, etc.)Skilanglauf

Rahmenprogramm

Das Rahmenprogramm sollte wenn möglich von den Klassenlehrern/-lehrerinnen in Absprache und Kooperation mit den Skilehrkräften organisiert und durchgeführt werden. Es sollte auf die Bedürfnisse der Klassengemeinschaft abgestimmt sein und kann auch einer gewünschten schneesportspezifischen oder pädagogischen Schwerpunktsetzung folgen.

Mit schneesportlichem Schwerpunkt:

Theorieabende zum Thema Skiökölogie und- ökonomie, das Skigebiet als Lebensraum für Tiere und PflanzenBesuch von Wintersportstätten (Skisprungschanze, Rodelbahn, Eislaufstadion, Curlingplatz, etc.)Wanderungen mit Museumsbesuchen, Kaffeetrinken, Schwimmen gehen oder Shoppingabenteuer-, erlebnispädagogische Einheiten

Mit pädagogischem Schwerpunkt:

Kerzen basteln MalabendeSpieleabendeKarten für die Eltern basteln und schreibenProjektarbeit: Bergwelt / Geschichte des Wintersports / …TheaterabendeAbenteuer-, erlebnispädagogische EinheitenDie Rolle der Klassenlehrer/innen

Wie bereits eingangs erwähnt, sollen Klassenlehrer/innen und Skilehrkräfte gleichermaßen bei der Umsetzung einer gelungenen „Schneesportwoche“ mitwirken. Da diese Klassenfahrt neben den Klassenfindungstagen und einer kurzen Abschlussfahrt zum Ende der Klasse 9 die einzige wirkliche Klassenfahrt der Mittelstufe einer G8-Schule ist, und zudem mit derzeit €340 auch recht teuer ist, muss sie langfristig geplant werden. Hinsichtlich der Finanzierung muss den Eltern die Möglichkeit zum Ansparen eingeräumt werden und auch bei der Anschaffung einer wintertauglichen Kleidung kann viel Geld eingespart werden, wenn die Eltern rechtzeitig darüber informiert werden, was anzuschaffen ist.

Die Schulleitung sollte versuchen, n den betreffenden Klassen  bevorzugt solche Lehrer als Klassenlehrer/innen oder Sportlehrkräfte ieinzusetzen, die hinter dem Konzept stehen und bei der Umsetzung vor Ort hilfreich sein können. So wäre es zum Beispiel denkbar, bei der Wahl des/r Klassenlehrer/s/in bevorzugt Lehrkräfte zu berücksichtigen, die Ski fahren können und so auf dem Hang bei ihren Schüler/innen sein können. Sollte diese Möglichkeit nicht gegeben sein, wäre zumindest ein generelles Interesse des/r Klassenlehrer/s/in am Alpenraum wünschenswert.

Als sehr hilfreich hat sich  der Einsatz der Skilehrkräfte als Sportlehrer/innen in den betreffenden Klassen erwiesen. Im Sportunterricht kann sich die Sportlehrkraft einen Eindruck über die motorischen Stärken und Schwächen der Lerngruppe verschaffen und sie gezielt auf das Skifahren vorbereiten. Außerdem kennt sie so die Namen der Schüler/innen schon vor Beginn der Fahrt.

Während der Fahrt agieren die Klassen- und Skilehrer/innen idealerweise als ein Lehrteam, wobei der Arbeitsschwerpunkt der Skilehrkräfte in der Durchführung des Skiunterrichts liegt und die Klassenlehrer/innen sich verstärkt um das Rahmenprogramm und um verletzte und kranke Schüler/innen kümmern. Es spricht nichts dagegen, dass sich beide Gruppen gegenseitig unterstützen. So kann ein/e Klassenlehrer/in, der/die Skifahren kann, eine wichtige zweite Aufsichtsperson einer großen Gruppe oder bei schwierigen Witterungsbedingungen sein. Die Skilehrkräfte wiederum können zusätzliche Aufsichtspersonen bei Nachtwanderungen sein oder den Klassenlehrer/innen andere Arbeiten mit den SuS. abnehmen.
 

Weitere nützliche Informationen

Sollten beim Lesen dieser Broschüre Fragen aufgetreten sein, stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne Frage und Antwort. Vielleicht können  auch die  Internetadressen der Skigebiete und Unterkünfte hilfreich sein.
www.fascination.at/gaestehaus.html
www.damuels-mellau.at/
www.zugspitze.de
www.riesserkopf-huette.de
www.damüls.at
www.uga-alp.at
Arbeitsgruppe „Schneesport an der Elisabethschule“ im Februar 2011

11.09.2010

Sport-Sponsoring

Mit einer großzügigen Spende für Fitnessbänder und Hanteln haben sich Selbstständige und Unternehmer aus Marburg für den Schulsport engagiert.

  • Die Tischlerei Weigand,
  • das Zimmereigeschäft Groß,
  • das Steuerbüro Blanke und Klee
  • und Zahnärztin Dr. Wickert

ermöglichten der Elisabethschule, den Sportunterricht mit Geräten zu unterstützen, die hauptsächlich der Verbesserung der Kondition dienen.

Angesichts der immer wieder beklagten Bewegungsarmut unserer Jugendlichen hat es sich die Elisabethschule in den letzten Jahren zur Aufgabe gemacht, die Schüler in diesem Bereich besonders zu fördern. Sie freut sich über die Erweiterung ihres Pools an Sportgeräten und dankt den Sponsoren für ihre Hilfsbereitschaft.

S. Malkus, T. Meinel

22.02.2010

ERLASSE

Auszüge aus dem Erlass vom 15.9.2003,
geändert durch den Erlass vom 01.4.2004:

Schulwanderungen und Schulfahrten

Hinweise für Eltern

Vorbemerkung
Schulwanderungen und Schulfahrten sind wichtige Elemente des Bildungs- und Erziehungsauftrags der Schulen.

Als Teil der pädagogischen Konzeption fördern sie gemeinsame neue Erfahrungen und Erlebnisse, sie tragen dazu bei, das gegenseitige Verständnis zu vertiefen und den Gemeinschaftssinn zu fördern.

Allgemeine Regelungen

  1. Schulwanderungen und Schulfahrten sind schulische Veranstaltungen; von der Teilnahme können Schülerinnen und Schüler nur aus wichtigen Gründen befreit werden. Mehrtägige Veranstaltungen sind nur durchzuführen, wenn sie zwischen Lehrkräften, Eltern und Schülerinnen und Schülern abgestimmt sind. Dies setzt bei den Eltern bzw. den volljährigen Schülerinnen und Schülern in geheimer Abstimmung zu ermittelnde zustimmende Mehrheitsbeschlüsse voraus.
  2. Mit den Anträgen auf Genehmigung sind ein Veranstaltungsplan, aus dem die pädagogische Zielsetzung und die unterrichtliche Vorbereitung zu entnehmen ist, und ein Finanzierungsplan vorzulegen.
    Über die pädagogischen Zielsetzungen sind die Eltern zu informieren.

Gesundheitliche Richtlinien

Vor mehrtägigen Veranstaltungen sollen minderjährige Schülerinnen und Schüler eine schriftliche Erklärung der Eltern, volljährige Schülerinnen und Schüler eine eigene Erklärung darüber abgeben, dass sie zurzeit frei sind von ansteckenden Krankheiten. Auf organische Leiden, welche die Leistungsfähigkeit einschränken, ist hinzuweisen.

Vertragsgestaltung

  1. Die für die Schulfahrten erforderlichen Verträge mit den Beförderungs- und Beherbergungsunternehmen schließen die Lehrkräfte im Namen der Eltern der Schülerinnen und Schüler oder im Namen der volljährigen Schülerinnen und Schüler ab. Die gesamtschuldnerische Haftung nach § 427 BGB ist auszuschließen.
  2. Vertragsverpflichtungen dürfen die Lehrkräfte erst eingehen, wenn zuvor die schriftlichen Zustimmungen der Eltern bzw. die erforderlichen Erklärungen und die Genehmigung erteilt worden sind.

Versicherungsschutz

  1. Der gesetzliche Unfallversicherungsschutz umfasst alle Tätigkeiten der Schülerinnen und Schüler, die in einem ursächlichen Zusammenhang mit der schulischen Veranstaltung, auch im Ausland, stehen.
  2. Hierunter fallen insbesondere die Hinfahrt zum Zielort, die Rückfahrt, der Schulweg und die Teilnahme am Unterricht einer Gastschule sowie gemeinsame Veranstaltungen der Gruppe unter Aufsicht der Lehrkraft; weiterhin solche Veranstaltungen, die nach Neigung und Interesse außerhalb des Klassen- oder Gruppenverbandes besucht werden und die von der Lehrkraft als pädagogisch zweckdienlich und mit den Zielen der schulischen Veranstaltung vereinbar beurteilt werden.
  3. Den Eltern der Schülerinnen und Schüler wird empfohlen, für nicht versicherte Bereiche eine private Haftpflicht- und Unfallversicherung für die Dauer des Aufenthaltes abzuschließen. Dies gilt für volljährige Schülerinnen und Schüler entsprechend.

Aufsichtspflicht

Allgemeiner Grundsatz
Grundsätzlich gelten für alle Schulwanderungen und Schulfahrten die Regelungen über die Aufsichtspflicht in der "Verordnung über die Aufsicht über Schüler" in der jeweils geltenden Fassung. Bei grobem Fehlverhalten einer Schülerin oder eines Schülers kann diese bzw. dieser von der weiteren Veranstaltung ausgeschlossen und auf Kosten der Eltern bzw. auf eigene Kosten zurückgeschickt werden. Schülerinnen, Schüler und Eltern sind vor Beginn einer mehrtägigen Veranstaltung schriftlich darüber zu informieren.

Kosten

  1. Die von den Eltern oder den volljährigen Schülerinnen und Schülern aufzubringenden Gesamtkosten - Fahrtkosten, Unterkunft, Verpflegung und Nebenkosten (z.B. Eintrittsgelder) sollen bei

    - Inlandsfahrten höchstens 150 EUR
    - Auslandsfahrten höchstens 225 EUR

    je Schülerin oder Schüler betragen. Ein längerfristiges Ansparen wird empfohlen.

  2. Bei langfristiger Ansparung dürfen die Gesamtkosten für die Eltern bzw. die volljährigen Schülerinnen und Schülern bei

    - Inlandsfahrten 300 EUR
    - Auslandsfahrten 450 EUR  nicht übersteigen.

Erstattungen von Reisekosten für Lehrkräfte und Hilfskräfte

  1. Die Teilnahme an Schulwanderungen und Schulfahrten gehört zu den dienstlichen Aufgaben von Lehrerinnen und Lehrern.
  2. Die Schulen erstellen einen Schulwanderungen- und -fahrtenplan im Rahmen der von der Schule zu erwartenden Mittel zur Erstattung der Reisekosten.
  3. Lehr- und Hilfskräfte sind gehalten, Freifahrten, Freiflüge, die jeweils günstigsten Sondertarife sowie die Möglichkeit kostenloser Unterbringung und Verpflegung in Anspruch zu nehmen.

Auszüge aus dem Erlass vom 28.3.1985

Rechtliche Grundlagen für die Regelung
der Aufsichtspflicht bei Klassenfahrten

 

Nachstehende Veranstaltungen dürfen nur mit schriftlicher Zustimmung der Erziehungsberechtigten durchgeführt werden:
...
f) Benutzung von Ski, Rodel oder Schlittschuhen bei Wanderungen,
...

Während dieser Veranstaltungen muss der Lehrer die erforderlichen Aufsichtsmaßnahmen treffen und deren Befolgung überwachen. Der Lehrer soll Schüler bis einschließlich zur Klasse/Jahrgangsstufe 7 in geschlossenen Gruppen zusammenhalten, soweit dies erforderlich ist. Bei Übernachtungen hat sich der aufsichtführende Lehrer oder eine Hilfskraft davon zu überzeugen, dass alle Schüler in den Unterkünften sind und die ihnen zugewiesenen Schlafräume aufgesucht haben. Dies gilt nicht bei Unterbringung der Schüler in Gastfamilien. Eine Überwachung der Anwesenheit der Schüler in den Schlafräumen während der Nacht ist nur erforderlich, wenn hierzu ein besonderer Anlass besteht.

Bei Wandertagen und Lehrausflügen der Klassen/Jahrgangsstufen 1 bis 6 soll eine Hilfskraft zugezogen werden, wenn die Klasse/Jahrgangsstufe mehr als 25 Schüler umfasst. Bei Wandertagen und Lehrausflügen der Klassen/Jahrgangsstufen 7 bis 10 ist die Zuziehung einer zweiten Aufsichtsperson (Hilfskraft) nur erforderlich, wenn besondere Umstände vorliegen. Bei behinderten Schülern können mehrere Hilfskräfte zugezogen werden, wenn dies nach Art und Umfang der Behinderung erforderlich ist. Bei mehrtägigen Veranstaltungen soll außer dem verantwortlichen Lehrer eine Hilfskraft die Schüler begleiten. Bei Koedukationsklassen sind die Jungen von einem Lehrer oder einer männlichen Hilfskraft, die Mädchen von einer Lehrerin oder einer weiblichen Hilfskraft zu betreuen. Entsprechendes gilt für Jungenklassen (Mädchenklassen), deren Wanderfahrt usw. von einer Lehrerin (Lehrer) geleitet wird. Dies gilt nicht für die Klassen/Jahrgangsstufen 11 bis 13. Über Ausnahmen entscheidet die untere Schulaufsichtsbehörde. Als Hilfskraft (Hilfsaufsichten) kommen außer Lehrern und Lehramts- Studienreferendaren auch Praktikanten, Hospitanten, Schülereltern und Ehegatten der Lehrer in Betracht. Stehen solche Hilfskräfte nicht zur Verfügung, können auch vertrauenswürdige Schüler über 16 Jahren mit schriftlicher Einwilligung ihrer Erziehungsberechtigten als Hilfsaufsicht bestellt werden. Die Bestellung der Hilfskräfte erfolgt durch den Schulleiter; die Bestellung ist aktenkundig zu machen.

Will ein Schüler die Klasse oder Gruppe während der Veranstaltung ausnahmsweise zeitweise verlassen, so bedarf er der Genehmigung des aufsichtführenden Lehrers.

Will der Schüler während eines Aufenthalts Verwandte oder Bekannte besuchen oder bei ihnen übernachten, so darf der aufsichtführende Lehrer die Genehmigung nur erteilen, wenn er im Besitz einer schriftlichen Erklärung der Erziehungsberechtigten ist, aus der hervorgeht, dass der Schüler während einer solchen Abwesenheit von der Klasse oder Gruppe nicht der Aufsichtspflicht der Schule unterliegt und die Erziehungsberechtigten für diese Zeit die Verantwortung tragen. Die Schüler sind vor Durchführung der Veranstaltung auf diese Bestimmung besonders hinzuweisen.

Schülern aller Schulformen der Klassen/Jahrgangsstufen 8 und 9 kann bei Wanderfahrten, Lehrausflügen, Studienfahrten, Schülergruppenfahrten und Landheimaufenthalten im Inland und im deutschsprachigen Ausland gestattet werden, sich einzeln oder in Gruppen bis spätestens 20.00 Uhr ohne Beaufsichtigung durch Lehrer frei zu bewegen, wenn die Erziehungsberechtigten sich hiermit vor Beginn der Veranstaltung schriftlich einverstanden erklären, die Schüler entsprechend belehrt worden sind und auf Grund ihrer Reife und Persönlichkeitsentwicklung mit Fehlverhalten, das Ansprüche Dritter auslösen könnte, nicht zu rechnen ist.

Ein Versicherungsschutz besteht in diesen Fällen nur, wenn die Schüler nach Neigung und Interesse außerhalb des Klassen- oder Gruppenverbandes Orte oder Veranstaltungen besuchen, die vom Lehrer als pädagogisch zweckdienlich und mit den Zielen der schulischen Veranstaltung vereinbar beurteilt werden und deren Besuch der Lehrer zuge-stimmt hat. Der Lehrer oder ausnahmsweise eine der in Nr. 4 Abs. 2 genannten Personen müssen in diesen Fällen jederzeit für die Schüler erreichbar sein. Die Erziehungsberechtigten sind hierauf vor Antritt der Veranstaltung von der Schule schriftlich hinzuweisen.

Der Lehrer kann die Gestattung nach Satz 1 widerrufen, wenn er begründeten Anlass zur Befürchtung hat, dass Schüler die eingeräumte Freiheit missbrauchen oder dass sie durch besondere Umstände gefährdet werden.

Schüler, deren Erziehungsberechtigte die schriftliche Einverständ-niserklärung nicht abgeben, sind nach den Bestimmungen dieser Verordnung durch Lehrer oder Hilfskräfte zu beaufsichtigen.

 

Richtlinien für Sicherheitsmaßnahmen bei Skikursen

  1. Wegen der Gefahren - insbesondere im Alpenraum - und der damit verbundenen besonderen Verantwortung kann die Leitung eines Skikurses nur ein Lehrer übernehmen, der

    - in der ersten Ausbildungsphase im Schwerpunkt Skilauf
      ausgebildet worden ist oder

    - während eines Skikurses des Hessischen Instituts
      für Lehrerfortbildung bzw. einer von mir beauftragten
      anderen Institution die entsprechende Qualifikation
      erworben hat oder

    - die Übungsleiter-Oberstufen- bzw. Lehrwarte-Lizenz
      des Deutschen Verbandes für das Skilehrerwesen e.V.
      oder der ihm angeschlossenen Organisation besitzt
      oder staatlich geprüfter Skilehrer ist.

  2. Für den Skiunterricht sollen nur Lehrkräfte herangezogen werden, die mit den Problemen der Sicherheit und den didaktischen und methodischen Fragen nachweislich vertraut sind und die modernen Fachhilfen demonstrieren können (s. Ausbildungs- und Prüfungsrichtlinien für Übungsleiter "Grundstufe" im Deutschen Skiverband- bzw. Organisation des Deutschen Verbandes für das Skilehrerwesen e.V.).

  3. Die Schüler sind bereits bei der Vorbereitung eines Skikurses und danach auch am Veranstaltungsort insbesondere über
    - winterliche Berggefahren
    - Orientierung im Gelände
    - Verhaltensregeln für Skiläufer auf Pisten und in Loipen,
      an Liften und Bergbahnen
    zu informieren.
    Die Gruppengröße darf pro Lehrer 15 Schüler nicht übersteigen; die von einzelnen alpinen Ländern getroffenen besonderen Regelungen sind zu beachten.