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Fordern - Fördern - Erziehen - Beraten

Auf der Basis der Leitziele der Elisabethschule haben alle Mitglieder der Schulgemeinde einige grundsätzliche Erwartungen an die Schule, nämlich

  • dass die Schülerinnen und Schüler die Schule  ohne Unterbrechung durchlaufen, sie mit guten Qualifikationen und Abschlüssen beenden und dass inner- und außerhalb des Unterrichts alles geschieht, um dies zu gewährleisten,
  • dass die Schülerinnen und Schüler Lernwilligkeit, Leistungsbereitschaft und Einsatzfreude für die Aneignung des Lernstoffes und den Erwerb methodischer Fertigkeiten und sozialer Kompetenzen mitbringen,
  • dass sich die Schülerinnen und Schüler in ihrer Klassengemeinschaft und in der gesamten Schute wohl fühlen und angstfrei und ungestört lernen können,
  • dass die Schülerinnen und Schüler dazu bereit sind, sich an die von allen festgelegten Regeln zu halten, um auch anderen ein angstfreies und ungestörtes Lernen zu ermöglichen,
  • dass die Schülerinnen und Schüler über den fachlichen und methodischen Lernstoff hinaus individuell und in Gruppen in und außerhalb der Schule Erfahrungen machen können, die sie menschlich bereichern, ihre Entwicklung fördern und sie für ihr zukünftiges Leben gut vorbereiten,
  • dass die Schülerinnen und Schüler in ihrer körperlichen, sprachlichen und kreativen, künstlerischen und gesundheitlichen Entwicklung gefördert und unterstützt werden,
  • dass die Eltern über die Entwicklung der intellektuellen, sozialen und physischen Fähigkeiten und evtl. auftretende Probleme Ihres Kindes auf dem Laufenden gehalten und beraten werden,
  • dass die Eltern im Familienleben und den häuslichen Bedingungen die Schülerinnen und Schüler in ihrem Lernerfolg unterstützen.

Das Fundament der schulischen Arbeit ist das Wohlbefinden der Schülerinnen und Schüler. Denn nur, wenn sie gerne in die Schule gehen und mit Lehrern und Mitschülern gut auskommen, können sie ungestört, angstfrei und erfolgreich lernen.

Unser pädagogisches und fachliches Konzept ruht aus diesen Gründen auf vier Säulen.

  1. Die 1. Säule trägt den Namen "Fordern". Wer erfolgreich die Schule durchlaufen will, muss sich anstrengen, muss mit Fleiß und Zuverlässigkeit lernen und üben. Schulleitung und Lehrerinnen und Lehrer halten die Kinder dazu an, tragen mit gutem, anspruchsvollem Unterricht dazu bei und fordern die Kinder zu Leistungen heraus.
  2. Die 2. Säule steht dort, wo Kinder Probleme bekommen, diese Anforderungen zu erfüllen. Hier bieten Schulleitung und Lehrerinnen und Lehrer Hilfe und Unterstützung an. Niemand wird allein gelassen, kein Kind soll lange unter Misserfolg leiden oder unsere Schule vorschnell wieder verlassen müssen. Diese Säule trägt den Namen "Fördern."
  3. Unsere 3. Säule steht da, wo Kinder und Jugendliche Probleme haben sich in der Gemeinschaft sozial verantwortlich zu bewegen, sich an Regeln und Abmachungen zu halten. Wenn Lehrerinnen und Lehrer Kindern helfen, die Balance zwischen eigenen Interessen und der Rücksichtnahme auf andere zu finden, dann kommen sie ihrem Auftrag als Pädagogen nach und deshalb nennen wir diesen Stützpfeiler "Säule der Erziehung".
  4. Um die Konstruktion unseres Konzepts stabil zu halten, fehlt noch eine 4. Säule - das ist die der Kooperation zwischen Eltern und Schule. Sie kommt dann zum Tragen, wenn besondere Unterstützung notwendig wird, weil Misserfolge gehäuft auftreten oder Kinder sich in der Klassengemeinschaft schwer zurechtfinden.
    In vielen Fällen sind vermehrte Aufmerksamkeit und Zuwendung von Schule und Eltern schon genug, um Krisen zu überwinden, manchmal hilft die Wiederholung eines Schuljahres. in einzelnen Fällen ist aber auch der Rat zum Besuch einer anderen Schulform, eines anderen Bildungsganges der richtige. Daher trägt die 4. Säule den Namen "Beraten".
    Schule und Elternhaus müssen zusammen arbeiten, doch angesichts großer Klassen und der noch vorherrschenden Halbtagsschule mit geringer Zeit für Einflussnahme auf das Verhalten, steht für die Lehrerinnen und Lehrer nach wie vor die häusliche Lebensgemeinschaft, in der sich die Kinder aufgehoben und geschützt, verstanden und unterstützt fühlen, an erster Stelle.

Die Schule als Lern- und Lebensraum der Kinder kann zeitweise und partiell helfen, familiäre Problemlagen auszugleichen, muss aber in der Regel davon ausgehen, dass die Schülerinnen und Schüler regelmäßig, pünktlich, ausgeschlafen, vorbereitet, mit dem Willen zu lernen, sich in die Gruppe einzufügen und sich an die geklärten Regeln zu halten zur Schule kommen.

Allerdings müssen Kinder Regelmäßigkeit, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, soziale Fähigkeiten, die Balance der Wahrnehmung von Eigeninteressen und Rücksichtnahme auf andere, die Zurückstellung unmittelbarer Bedürfnisse und den Wert von Lernen und Arbeit auch erst lernen und üben.

Was können und sollten alle Beteiligten tun, um diese Ziele zu erreichen?

Lehrerinnen und Lehrer und Schulleitung

  • arbeiten intensiv daran, dass der Unterricht methodisch und fachlich gut ist, sind stets gut vorbereitet und bilden sich regelmäßig fort,
  • sind den Schülerinnen und Schülern Vorbild in Zuverlässigkeit, Umgangsformen und der Einhaltung der Regeln,
  • fördern die Schülerinnen und Schüler in ihren sozialen Kompetenzen, im selbständigen Lernen und in der Aneignung methodischer Fertigkeiten,
  • bemühen sich um die Verbesserung der Lernbedingungen und die Gestaltung des Schullebens in einer Weise, dass die Schüler sich auch als Persönlichkeiten entfalten können,
  • sehen bei Regelverstößen, Problemen und Konflikten nicht weg, sondern sind jederzeit Ansprechpartner und helfen, wenn sie gebraucht werden,
  • machen ihre Leistungsanforderungen transparent, bemühen sich aber auch um differenzierte Anforderungen und fördern möglichst individuell leistungsstarke und schwächere Schülerinnen und Schüler,
  • sind Eltern und Schülerinnen und Schülern stets Ansprechpartner zur Beratung über ihren Leistungsstand und ihr Arbeits- und Sozialverhalten.

Von den Schülerinnen und Schülern erwarten wir

  • regelmäßiges, pünktliches und vorbereitetes Erscheinen im Unterricht. Schwänzen und Zuspätkommen akzeptieren wir nicht,
  • aktive Beteiligung am Unterricht. Desinteresse und Störungen behindern das eigene Lernen und das der Gesamtgruppe,
  • Vor- und Nachbereitung des Unterrichts. Ohne häusliche Arbeit kann der Unterricht nicht auskommen, der Anschluss geht verloren, die Lerngruppe gerät in Rückstand, Frust und Demotivation sind die Folge,
  • freundliches und kameradschaftliches Verhalten in der Klassengemeinschaft. Die Ausgrenzung von einzelnen Schülern oder Schülergruppen wird nicht toleriert.
  • den Willen zur friedlichen Lösung von Konflikten. Verbale oder körperliche Gewaltanwendung dürfen sich nicht durchsetzen.
  • die Teilnahme am sozialen und kulturellen Leben der Schule. Ohne Mitarbeit und Engagement jedes Einzelnen kann die Schule nicht zu einem humanen Lebensraum werden.
  • die Einhaltung der Schulordnung.

Die Eltern können zur Verwirklichung des Konzeptes dadurch beitragen, dass sie

  • der schulischen Arbeit ihrer Kinder, ihren Lernfortschritten und Problemen viel Aufmerksamkeit schenken und sie zur Erledigung der häuslichen Vor- und Nachbereitung anhalten,
  • mit ihren Kindern möglichst viel über die Vorkommnisse in der Schule sprechen, denn Kinder brauchen Ansprechpartner,
  • für möglichst ruhige häusliche Arbeitsbedingungen sorgen,
  • das Familienleben so weit wie möglich mit der "Arbeit" der Kinder – als solche muss man einen anstrengenden, 6- bis 7-stündigen Schultag ansehen – abstimmen,
  • am Schulleben aktiv – so oft wie möglich – teilnehmen. Dazu zählen Elternabende, Kulturveranstaltungen, vielleicht auch der Beitritt oder die Mitarbeit im Förderverein,
  • bei aller Unterstützung für ihre Kinder mit schnellen Urteilen über "Fehlverhalten" von Lehrerinnen und Lehrern zurückhaltend sind. Auch hier sollten erst alle Beteiligten angehört werden.

Alle Mitglieder der Schulgemeinde haben sich auf diese Konkretisierung der schulischen Leitziele verständigt und glauben, dass diese umgesetzt werden können, wenn sich alle an die Verhaltensregeln halten.