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03.07.2016

Geschichtsworkshop und Zeitzeugengespräch

...zum Thema „Freiheitsideen in der DDR“

Was bedeutete „Freiheit“ in der DDR. Wie gingen Jugendliche mit den Einschränkungen ihres Heimatlandes um? Welche Möglichkeiten des Widerstandes gab es? Konnte man diesem System entfliehen?

Diese und viele andere Fragen stellten sich Schülerinnen und Schüler der 9. und 11. Klasse (Hr. Dr. V. Fischer, Fr. Theiß, Fr. Wolter-Schober) Ende Juni. In einem eintägigen Workshop, durchgeführt von der Deutschen Gesellschaft e.V. aus Berlin, konnten die Jugendlichen diesen Fragen nachgehen. Es wurde Zeitgeschichte als etwas Lebendiges und noch immer in den Köpfen vieler Beteiligten erlebt. Und man hatte Zeit, seine eigenen Ideen und Vorstellungen zum Thema „Freiheit und Politik“ zu reflektieren - Themen, für die im alltäglichen Geschichtsunterricht oft nicht genügend Zeit bleibt.

Noch beeindruckender war das fast 2-stündige Zeitzeugengespräch mit Dr. Axel Böhme am Nachmittag. Wegen der täglichen staatlichen Bevormundung plante Herr Böhme in den 70-er Jahren seine Flucht aus der DDR, die ihm schließlich nach Haftzeit und einem Geheimdeal mit jugoslawischen Behörden gelang.

Geschichte, die lebendig wurde und so für alle Schülerinnen und Schüler einen bleibenden Eindruck hinterließ.

16.04.2016

Rennwagen in der Schule

Am vergangenen Freitag besuchte unser ehemaliger Schüler Patrick Conrad zusammen mit seinen Kommolitonen Marc Etri und Philipp Reis die Elisabethschule und berichtete den Schülerinnen und Schülern der Q4 von seinem Studium und vom Ka.Race.ing-Team.

In einem höchst unterhaltsamen Vortrag berichteten die drei Studenten zunächst allgemein vom Übergang Schule-Studium, der größeren Selbständigkeit im Studium, die auf der einen Seite Freiheiten gibt, auf der anderen Seite aber auch eine größere Selbstdisziplin erfordert.

Danach ging es um ingenieurswissenschaftliche Studiengänge allgemein und um den Studienort der drei Referenten, das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) im Speziellen. Dabei warben sie auch dafür, bei der Wahl des Studiengangs nicht vorschnell die Ingenieurswissenschaften auszuschließen. Auf die Nachfrage aus dem Publikum, wie hoch denn der Frauenanteil in ihren Studiengängen sei, antworteten sie, dass er zwar mit ca. 20% noch sehr gering wäre, dass sich aber zunehmend Frauen für ingenieurswissenschaftliche Studiengänge entscheiden würden.

Im dritten Teil ihrer Präsentation berichteten Patrick Conrad und seine beiden Mitstreiter dann über die Hochschulgruppe Opens external link in new windowKa.Race.ing. Im Rahmen dieser Hochschulgruppe werden Rennwagen entwickelt, die dann in der Opens external link in new windowFormula Student antreten. Bewertungskriterien sind dort nicht die Höchstgeschwindigkeit, sondern Ausdauer, Effizienz (also Verbrauch), Beschleunigung, Design, aber auch das Marketing der jeweiligen Gruppe.

Ihren Vortrag lockerten die Referenten dadurch auf, dass sie viele Exponate, wie aufgeschnittene Getriebe, Carbon-Felgen, Elektro- und Verbrennungsmotoren mitgebracht hatten, die sich die Zuschauer ansehen könnten. Die Begeisterung für ihr Projekt war den dreien immer anzumerken und übertrug sich schnell auf das Publikum. Die hohe Professionalität des Ka.Race.ing-Teams wurde auch dadurch deutlich, mit welchem Aufwand die Rennwagen entwickelt und getestet werden. Ob CAD-Einsatz beim Design, Finite-Elemente-Methode zur Simulation der Belastung der einzelnen Bauteile oder Tests im Windkanal mit dem fertigen Produkt – alle modernen Werkzeuge des Fahrzeugbaus werden eingesetzt.

Schließlich wurde die Aula verlassen und der mitgebrachte (Elektro-)Rennwagen von 2013 konnte auf dem Schulhof von allen bewundert werden. Geduldig beantworteten die angehenden Ingenieure die Fragen der Schülerinnen und Schüler - auch noch lange nach dem eigentlichen Schluss der Veranstaltung.

Vielen Dank an die Referenten!

P.S.: Wer den „Rollout“ der 2016er Modelle am 27.04. ab 19 Uhr sehen möchte, kann dies im Live-Stream auf der Internetseite das Ka.Race.ing-Teams tun: Opens external link in new windowwww.ka-raceing.de oder auf der facebook-Seite des Teams Opens external link in new windowhttps://www.facebook.com/pages/KA-RaceIng/330820501362?ref=ts

 

 

22.02.2016

Die Hannoverschen Kammerspiele zu Gast

Von Jacqueline Wolter-Schober

„Wäre ich nicht dort gewesen, irgendjemand anderer hätte genau dieselben Entscheidungen treffen müssen…“

Originalaussagen von Adolf Eichmann, SS-Obersturmbannführer, Hauptorganisator des Holocaust, 1960 vom israelischen Geheimdienst in Argentinien aufgespürt und entführt und 1962 zum Tode verurteilt. Aussagen, die bedrückend und nachdenklich machen. Auch die Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe sowie der Q4 der Elisabethschule, die sichtlich beeindruckt und still dem Spiel der beiden Hauptakteure auf der Bühne folgen. Kein großes Bühnenbild ist zu erkennen, ein Tisch und zwei Stühle sind alles, was dieses „Theater“, die „Szenische Lesung“ der Eichmann-Protokolle braucht, um 200 Jugendliche in den Bann zu ziehen. Eine ungewöhnliche Inszenierung der Hannoverschen Kammerspiele, die von der Sprache und den kaum zu ertragenden Original-Verhörprotokollen lebt und den Zuhörern einen düsteren Einblick in die Seele eines Menschen gibt, der bis zu seinem Tode uneinsichtig blieb.

Auf eine besondere Art und Weise – fern des normalen Geschichtsunterrichtes – wurde den Schülerinnen und Schülern eines der grausamsten Kapitel deutscher Geschichte näher gebracht, historische Zusammenhänge geklärt und immer wieder die Frage nach dem „Warum“ aufgeworfen. Geschichtsunterricht eben einmal anders – aber durchaus lehrreich und nachdenklich machend.

14.01.2016

Migration in historischer Perspektive

Anlässlich der Verabschiedung von Studiendirektorin Gertrud Heinemeyer veranstaltete die Elisabethschule am 14. Januar 2016 ein Podiumsgespräch zum Thema "Migration in historischer Persektive". Eingeladen waren die Historiker Professor Eckart Conze, Professor Wolfgang Krieger, Professor Benedikt Stuchtey sowie Benjamin Edinger von der Asylbegleitung Mittelhessen e.V.

Initiates file downloadLesen Sie den Bericht der Oberhessischen Presse.

 

30.04.2015

Staat und Kirche im Christentum (Prof. Dr. Karl Pingérra)

Wann endet das konstantinische Zeitalter? Mit dem Bekenntnis Kaiser Konstantins zum Christentum begann im 4. Jh. eine Verschmelzung von Kirche und Staat, die in Deutschland bis heute nicht ganz aufgelöst ist.

Dieses Problem stand im Mittelpunkt des Vortrags von Professor Pingérra und der anschließenden Diskussion mit Religionskursen der Q4.

Professor Pingérra lehrt an der Universität Marburg Theologie und gilt als renommierter Spezialist für das frühe Christentum und die Geschichte der Ostkirche.

23.04.2015

Religion ohne Konfession? (Prof. Hans-Martin Barth)

03.03.2015

Zeitzeugengespräch Siegmar Faust

Im Rahmen des Zeitzeugenprogramms der Landesregierung Hessen konnten die Geschichtskurse der Q4-Phase am 23.02.2015 Siegmar Faust begrüßen. Siegmar Faust, geboren 1944, war politischer Häftling in der DDR. Faust, der sich selbst als „Marxist“ betitelte und in seinen Jugendjahren von  der „Ideologie des Marxismus“  überzeugt war, berichtete auf eindrückliche Weise, wie er von der Stasi überwacht wurde und sein Leben von Überwachung geprägt war. Nach insgesamt 33 Monaten Stasi-Untersuchungshaft, psychatrischer Klinik und Inhaftierung im Zuchthaus Cottbus, konnte er im Jahre 1976 in die BRD ausreisen.

12.06.2014

Mythen des 1. Weltkriegs

Ereignisse und Nachwirkungen

Für die Schülerinnen und Schüler der Q2 konnte Prof. Eckard Conze vom Fachbereich Geschichte der Universität Marburg gewonnen werden, um eine Reihe Aspekte der Erinnerung an den Ersten Krieg aus seiner Sicht einzuordnen. Am Mittwoch, 11.6., in der 1. und 2. Stunde konzentrierte er sich nicht so sehr auf aktuelle Diskussionen, etwa Christopher Clarks Buch "Die Schlafwandler", sondern auf die Wahrnehmung und spätere Überhöhung wichtiger Ereignisse des Jahres 1914: Das sog. "Augusterlebnis" , die Schlacht von Tannenberg Ende August und die Ereignisse bei Langemarck im November hat er nicht nur kurz dargestellt, sondern auch in ihren Folgen und z.T. propagandistischen Wirkungen beleuchtet. Für die Schülerinnen und Schüler bot er so eine auf diese Aspekte gerichtete Bewertung der im Unterricht der Q2 behandelten Themen, die am Ende durch Nachfragen aus dem Publikum noch ergänzt und vertieft werden konnten.

22.05.2012

Ehemaliger informiert über EU

Anlässlich des jährlichen EU-Schulprojekttages besuchte uns zum wiederholten Male Herr Dr. Jan Marco Müller, ein ehemaliger Schüler der Elisabethschule und mittlerweile Mitarbeiter aus dem unmittelbaren Umfeld der Europäischen Kommission.

Er informierte vor rund 150 Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 12 zunächst über sein neues Arbeitsgebiet im wissenschaftlichen Beraterstab des Kommissionspräsidenten Barroso.

Dabei gab er interessante Einblicke in Entscheidungsprozesse eines zentralen Gremiums der europäischen Politik, die in einer anschließenden Gesprächsrunde vertieft werden konnten.

Die Schülerinnen und Schüler ergriffen die Gelegenheit und beteiligten sich mit anregenden Beiträgen lebhaft an diesem seltenen Gesprächsangebot. Die Fragen umfassten verschiedene Themen, die sowohl diverse energiepolitische Bereiche als auch bildungspolitische Grundsätze des Bolognaprozesses betrafen, und natürlich wurden auch die brandaktuellen Probleme der Finanzkrise in Griechenland und deren mögliche Folgen für alle Akteure diskutiert.

Die Doppelstunde verflog daher unbemerkt schnell und es zeigte sich wieder einmal, dass Experten von außen eine Bereicherung für das Schulleben darstellen.

S. Lerch-Denfeld