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14.11.2009

Online-Video der OP

Öffnet externen Link in neuem FensterFilmbericht der Oberhessischen Presse

14.11.2009

Pressebericht

Leitet Herunterladen der Datei einBericht der Oberhessichen Presse vom 13. November 2009

14.11.2009

Rap: Wir sagen Nein!

Schüler der Elisabethschule rappen mit jungen Musikern aus Marburg gegen Drogenmissbrauch, Gewalt und Rassismus

Seit einigen Jahren existiert in Marburg ein soziales Projekt, das es jungen Musikern ermöglicht, ihre Songs professionell aufzunehmen und einer Öffentlichkeit zu präsentieren: Das von Oliver Skopnick ins Leben gerufene Microlabel Marburger Flow produziert die Musik begabter junger Rapper aus dem Marburger Raum, mit dem Ziel, die Besten bei einem bekannten HipHop-Label unter Vertrag zu bringen. Wer partizipieren möchte, muss sich allerdings an einige Regeln halten: gewaltfreie Texte, brauchbare Aussagen, Wortwahl auf einem gewissen Niveau, kein Hate, keine Disstracks.

Alle zwei Jahre bringt Oliver Skopnick mit den jungen Musikern, die ganz unterschiedlichen Altersgruppen, Herkunftsländern und sozialen Milieus entstammen, einen Sampler heraus, der über die Musikgeschäfte Marburgs und das Internet vertrieben sowie an Radiosender versandt wird.

Und jetzt ist es bald wieder soweit. Die Produktion der nächsten Marburger-flow-CD ist voll im Gang.

Das Besondere diesmal: Der Refrain eines zweisprachigen Songs mit dem Titel "Wir sagen Nein!" wird von einer Schulklasse gesungen werden, der Klasse 10 f der Elisabethschule. Die Idee dazu stammt von Herrn Skopnick, der - hauptberuflich als Koch tätig - einen Schüler dieser Klasse als Praktikanten betreut hat. Die Idee fiel bei den Jugendlichen sogleich auf fruchtbaren Boden: Sie dichteten sogar im Unterricht noch einen Refrain in französischer Sprache dazu und proben nun seit Wochen mit ihrer Klassenlehrerin, Frau Luigs, sowie ihrem Musiklehrer, Herrn Möller. Die Profi-Aufnahme der Refrains erfolgt am 10.11.09 in den Räumen der Elisabethschule.

Während der Probenphase hat Herr Skopnick die Jugendlichen mehrmals im Unterricht besucht und sie auf ihrem Weg begleitet. Auch die Musiker waren im Unterricht zu Gast, haben zugehört und Tipps gegeben. Dies war ein fruchtbarer Austausch für alle Beteiligten. Für die Schülerinnen und Schüler war es eine Gelegenheit, die oftmals künstlich wirkende Sphäre des Unterrichts zu verlassen, mit authentischen Texten zu arbeiten, in der Musikszene arbeitenden Künstlern zu begegnen und, angestoßen durch das Produkt der jungen Rapper, selbst künstlerisch aktiv zu werden.

Dass eine aus ganz unterschiedlichen Jugendlichen zusammengesetzte Schulklasse den Refrain am 10.11. einsingt, verleiht der Botschaft dieses Songs ein besonderes Gewicht und verstärkt das entschiedene NEIN zu Drogen, Gewalt und - über den selbst gedichteten französischsprachigen Teil -  Rassismus.