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11.01.2011

Tour des Lebens

Von Heike Betz, Suchtpräventionslehrerin

"Warum werden Frauen schneller betrunken als Männer?"
"Wie viel Promille Alkoholkonzentration hat ein 65 kg schwerer Mann
nach einem halben Liter Bier?"
"Wie lange bleibt der Alkohol im Blut
nach dem Konsum eines Viertel Liter Biers?“

Diese Fragen und andere sollten am letzten Dienstag, 11.01.11, die Schüler der Jahrgangsstufe 11 im Rahmen der Präventionsveranstaltung Tour des Lebens, gesponsert von der AOK Gesundheitskasse zum Mitdenken, Zuhören und Lernen animieren. Da die Schülerinnen und Schüler bereits weitestgehend eigene Erfahrungen mit Alkohol gesammelt haben, gehört es zur Herangehensweise der Tour des Lebens, die Jugendlichen mit tatsächlichen Erlebnisberichten aus dem eigenen Alltag zu erreichen. Der Präventionsunterricht soll die Schüler am eigenen Ego packen. Wesentlich sind die authentischen Berichte, die überzeugend verbunden werden können mit den dahinter liegenden biologischen Prozessen.

Welcher Zusammenhang besteht beispielsweise zwischen Alkoholkonsum und Gewichtzunahme?

Zum Abschluss der Präventionsveranstaltung gibt es eine Übung mit einer Rauschbrille. Mit einem simulierten Promillewert können die Schülerinnen und Schülerverschiedene  Aufgaben absolvieren und hierbei feststellen, wie sich die Wahrnehmung verändert.

Insgesamt war die Resonanz der Schüler und begleitenden Lehrer sehr positiv und es wäre wünschenswert, diese Veranstaltung im kommenden Jahr wieder durchzuführen.

 

Von Christina Weis (und Dominik Rasche)

An der Elisabethschule hatten wir bereits einige Male Aktionen zur Suchtprävention.

Doch bisher handelte es sich leider dabei stets um Treffen mit ehemaligen Abhängigen, die uns erzählten, wie ihre Sucht ihr Leben ruinierte. Das sollte abschreckend wirken, hatte aber dadurch, dass es jedes Mal das Gleiche war, eher einen eintönigen Unterton.

Dieses Mal jedoch war es anders. Der Mann vom Sanitären Rettungsdienst  ermahnte uns nicht, keinen Alkohol  zu trinken, sondern er berichtete uns trocken, welche Auswirkungen gewisse  Mengen an Alkohol auf unseren Körper haben. Er hat sehr frei gesprochen, ohne Notizen und ohne zu stocken. Das war sehr beeindruckend und allein deshalb hat es sich gelohnt, sich seinen Vortrag anzuhören.

Trotz fehlendem Medieneinsatz, also mit nur einem einzigen Schaubild, schaffte er es, die Klasse komplett in seinen Bann zu ziehen. Selbst denjenigen, die nicht wirklich Erfahrungen mit Alkohol hatten, konnte er verdeutlichen, wie sehr beispielsweise die Sicht eines Betrunkenen eingeschränkt wird. Er brachte dafür extra eine Spezialbrille mit, durch die die Außenwelt und die Sicht verzerrt und verschwommen wahrgenommen wird.

Zum Schluss war er nicht ermahnend, sondern stellte uns frei, wie wir uns in Zukunft mit dem Umgang mit Alkohol verhalten... Er wollte uns ja nur zeigen, welche Konsequenzen unüberlegtes Handeln in dieser Hinsicht haben kann. Eine eigene Entscheidung muss jeder für sich treffen.

13.01.2011

Projekttag Süchte

...der Jahrgangsstufe 7

Von Heike Betz

Wie in jedem Jahr fand auch in diesem für die gesamte Jahrgangsstufe 7 ein Projekttag zum Thema "Süchte" statt, der von den PEERS organisiert und gestaltet wird.

Zunächst führten die PEERS mit ihren selbst erarbeiteten Theaterszenen in die Thematik des Tages ein.  Die Auswertung der dargestellten Szenen "Komasaufen", "Facebook", "Außenseiter", "Mobbing", etc. erfolgte anschließend in Kleingruppen gemeinsam mit den Schülern.

Wichtig war an dieser Stelle auch, die Schüler auf die an diesem Tag folgenden Gespräche mit den eingeladenen Süchtigen (Mitglieder der Anonymen Alkoholiker und der Kehlkopflosen), die ihre Erfahrungen mit dem Rauchen und der Alkoholsucht erzählten. Die Authentizität dieser Gespräche löst stets eine große Betroffenheit bei den Schülern aus und soll auf diese Weise zu einem aktiven Auseinandersetzen mit der jeweiligen Sucht auf persönlicher Ebene führen.
In der 5. und 6. Stunde konnten sich die Schüler dann in unterschiedliche Workshops einwählen. Ziel hierbei war es, den Schülern verschiedene Möglichkeiten einer positiven Freizeitbeschäftigung aufzuzeigen. Schüler mit einem gesunden Maß an Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein, die sich auch nach der Schule sinnvoll beschäftigen können und sich gebraucht fühlen, haben nachgewiesener Weise ein geringeres Risiko, an einer Suchtkrankheit zu erkranken.

Die meisten Workshops wurden von Kollegen und Schülern unserer Schule in Zusammenarbeit mit den PEERS angeboten. So gab es neben sportlichen Aktivitäten wie Boxen, Standardtanz und Outdoor auch Workshops wie Theater, Kunst, Kämpfen, Rhönrad und Kreative Computerarbeit, wobei die folgenden Fotos  Ihnen Einblicke in den Projekttag bieten werden. Viel Spaß dabei.

23.11.2010

3. landesweiter Suchtpräventionspreis für die Elisabethschule

12.11.2009

Pressemitteilung

Schüler der Elisabethschule rappen mit jungen Musikern aus Marburg gegen Drogenmissbrauch, Gewalt und Rassismus

Seit einigen Jahren existiert in Marburg ein soziales Projekt, das es jungen Musikern ermöglicht, ihre Songs professionell aufzunehmen und einer Öffentlichkeit zu präsentieren:

Das von Oliver Skopnick ins Leben gerufene Microlabel Marburger Flow produziert die Musik begabter junger Rapper aus dem Marburger Raum, mit dem Ziel, die Besten bei einem bekannten HipHop-Label unter Vertrag zu bringen. Wer partizipieren möchte, muss sich allerdings an einige Regeln halten: gewaltfreie Texte, brauchbare Aussagen, Wortwahl auf einem gewissen Niveau, kein Hate, keine Disstracks.

Alle zwei Jahre bringt Oliver Skopnick mit den jungen Musikern, die ganz unterschiedlichen Altersgruppen, Herkunftsländern und sozialen Milieus entstammen, einen Sampler heraus, der über die Musikgeschäfte Marburgs und das Internet vertrieben sowie an Radiosender versandt wird.

Und jetzt ist es bald wieder soweit. Die Produktion der nächsten Marburger-flow-CD ist voll im Gang.

Das Besondere diesmal: Der Refrain eines zweisprachige Songs mit dem Titel "Wir sagen Nein!" wird von einer Schulklasse gesungen werden, der Klasse 10 f der Elisabethschule. Die Idee dazu stammt von Herrn Skopnick, der - hauptberuflich als Koch tätig - einen Schüler dieser Klasse als Praktikanten betreut hat. Die Idee fiel bei den Jugendlichen sogleich auf fruchtbaren Boden: Sie dichteten sogar im Unterricht noch einen Refrain in französischer Sprache dazu und proben nun seit Wochen mit ihrer Klassenlehrerin, Frau Luigs, sowie ihrem Musiklehrer, Herrn Möller. Die Profi-Aufnahme der Refrains erfolgt am 10.11.09 in den Räumen der Elisabethschule.

Während der Probenphase hat Herr Skopnick die Jugendlichen mehrmals im Unterricht besucht und sie auf ihrem Weg begleitet. Auch die Musiker waren im Unterricht zu Gast, haben zugehört und Tipps gegeben. Dies war ein fruchtbarer Austausch für alle Beteiligten.

Für die Schülerinnen und Schüler war es eine Gelegenheit, die oftmals künstlich wirkende Sphäre des Unterrichts zu verlassen, mit authentischen Texten zu arbeiten, in der Musikszene arbeitenden Künstlern zu begegnen und, angestoßen durch das Produkt der jungen Rapper, selbst künstlerisch aktiv zu werden.

Dass eine aus ganz unterschiedlichen Jugendlichen zusammengesetzte Schulklasse den Refrain am 10.11. einsingt, verleiht der Botschaft dieses Songs ein besonderes Gewicht und verstärkt das entschiedene NEIN zu Drogen, Gewalt und - über den selbst gedichteten französischsprachigen Teil - Rassismus.