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16.04.2017

Würdigung der Sucht- und Gewaltprävention an der Elisabethschule

Die Sucht- und Gewaltprävention ist zum  wichtigen Bestandteil schulischer Gesundheitsförderung an der Elisabethschule geworden. Am 14.06.2016 hat die Elisabethschule in Marburg bereits zum zweiten Mal die Verlängerung des Teilzertifikats „Sucht-und Gewaltprävention“ erhalten. Diese Auszeichnung verdankt die Schule nicht zuletzt der hervorragenden Arbeit zweier Lehrer,  Frau Heike Betz-Goecke (Suchtprävention) und Herrn Thorsten Michels (Gewaltprävention), sowie den PEERS, Schülerinnen, die die sich gemeinsam für eine gesundheitsfördernde Schule einsetzen.

Heike Betz-Goecke und Thorsten Michels setzen sich seit vielen Jahren dafür ein, dass die Schule ein Ort ist, an dem gemeinsam gelernt und gelebt wird, an dem sich gefestigte Persönlichkeiten herausbilden können, die lernen, verantwortungsvoll mit ihrer Gesundheit umzugehen: „Wir möchten, dass sich die Schüler zu kritischen und standfesten Persönlichkeiten entwickeln, die in der Lage sind, respektvoll mit sich und ihrem Gegenüber umzugehen und Konflikte zu erkennen und  konstruktiv nach Lösungen zu suchen“, so die beiden Lehrer.  Im Sinne des Konzepts von Schule und Gesundheit des Hessischen Kultusministeriums sehen sie in einer die Gesundheit fördernde Schule mit dem Teilzertifikat „Sucht- und Gewaltprävention“ mehr als nur eine Schule, die rauchfrei, drogenfrei und gewaltfrei ist. Sie möchten, dass ihre Schule die seelische Gesundheit fördert.

Die Auszeichnung würdigt die erfolgreiche Zusammenarbeit von Schülern und Lehrern im Bereich der Sucht- und Gewaltprävention, aber auch die wertvolle Zusammenarbeit eines ganzen Beratungsteams im Bereich der Gesundheitsförderung. In diesem Zusammenhang stellt das Zertifikat auch eine Motivation zum Erwerb weiterer Teilzertifikate dar. Wir dürfen gespannt sein! Die Elisabethschule setzt in der Präventionsarbeit seit langem auf den Gedanken der peer-education. Das Peers-Projekt ist ein Jahrgangsstufen übergreifendes Projekt, bei dem an der Elisabethschule jährlich ungefähr fünfzehn Schülerinnen und Schüler im Bereich der Suchtpräventionsarbeit arbeiten. Das bedeutet, dass neben wöchentlichen Treffen über das Jahr verteilt Projekttage und Aktionen im Bereich der Präventionsarbeit für Klassen oder auch ganze Jahrgangsstufen geplant und durchgeführt werden.  So verkaufen die PEERS seit Jahren an Schulfesten und Aktionstagen Smoothies und alkoholfreie Cocktails, planen aber auch Events zum Thema „gesunde Ernährung“/ #healthy.

Überdies lassen sich die Schülerinnen und Schüler in regelmäßigen Abständen zu Streitschlichtern ausbilden, um ihre Mitschüler in Konfliktsituationen unterstützen zu können. Das Arbeitsfeld der PEERS ist also sehr breit gefächert. Da sich die Arbeitsgemeinschaft aus freiwilligen Schülern zusammensetzt, richtet sich der jährliche Themenschwerpunkt nach den Interessen der jeweiligen PEERS und deren Ideen. Der PEERS-Gedanke wurde über die Jahre auf weitere Arbeitsfelder des Beratungsteams übertragen. Im Bereich der Medienberatung gibt es seit diesem Schuljahr ebenfalls eine Schülergruppe, die sich zum Medienscout hat ausbilden lassen, sich regelmäßig trifft und in diesem Bereich Ansprechpartner für die Schülerschaft ist. Ebenso ist die Nutzung des Gewaltpräventionsraums an eine feste Schülergruppe gebunden, die sich dort regelmäßig trifft und ein sportliches Programm durchläuft.  Hierbei wird bewusst der ein Umgang mit der eigenen körperlichen Stärke reflektiert, wodurch für die Schule wesentliche gewaltpräventive Effekte wie Verantwortungsübernahme, Selbstbewusstsein und Empathiefähigkeit bei den Schülern erzeugt werden.

Das Zitat von Desmond O’Byrne, Chef der Weltgesundheitsorganisation WHO „Gute Gesundheit unterstützt erfolgreiches Lernen. Erfolgreiches Lernen unterstützt die Gesundheit. Erziehung und Gesundheit sind untrennbar“ steht als Leitmotiv über dem Programm von Schule und Gesundheit des Hessischen Kultusministeriums. Wir als Elisabethschule wollen uns dieses Zitat gerne im Schulalltag auf die Fahnen schreiben und in diesem Sinne unser gemeinsames Zusammenleben gestalten.

15.08.2010

Deutscher Präventionspreis 2010

Die Elisabethschule erhielt von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung eine Leitet Herunterladen der Datei einDankesurkunde für ihre Teilnahme am Deutschen Präventionspreis 2010. 

Der Dank gilt allen, Lehrern und Schülern, die dazu beitragen haben, dass an unserer Schule in diesem Bereich vorbildliche Arbeit geleistet wird.

24.09.2009

Sucht- und Gewaltprävention als schulische Aufgabe

Die allgemeine Entwicklung des Suchtverhaltens (z.B. Alkohol-, Nikotin-, Medikamentenmissbrauch und Drogenkonsum) und die zunehmende Gewaltbereitschaft macht auch vor Schulen keinen Halt. Schule ist nicht nur ein Ort des Lernens, sondern auch des Zusammenlebens. Aus diesem Grund muss sie sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten mit Gefährdungen auseinandersetzen, die aus entwicklungspsychologisch bedingtem Probier- und Neugierverhalten von Jugendlichen entstehen, aber auch aus persönlichen Belastungen und Konfliktsituationen, bei denen Drogen und Gewalt fälschlich als Mittel zur Flucht und Befreiung erscheinen.

Das Ziel unserer Präventionsarbeit ist die Entwicklung von Einstellungen, Werthaltungen, Erlebnissensibilität und Handlungskompetenz bei unseren Schülern für eine konstruktive Bewältigung von Konflikten und Problemen.

Ziel schulischer Suchtpräventionsarbeit ist es, ein Gesundheitsverhalten beim einzelnen Schüler zu entwickeln, das ihm die Verantwortung gegenüber seinem eigenen Körper bewusst werden lässt. Die Schüler sollen lernen, die von legalen und illegalen Suchtmittel ausgehenden Gefährdungen rechtzeitig zu erkennen und durch Eigenverantwortlichkeit der Entwicklung von süchtigem Verhalten entgegenzuwirken.

Ziel schulischer Gewaltprävention ist die Entwicklung eines Verhaltens und Erlebens, das verbale und körperliche Gewalt, insbesondere gegenüber Schwächeren, Benachteiligten, Andersdenkenden und Ausländern ablehnt und ihr dort, wo sie auftritt entgegenwirkt.

Dieses Verständnis von Sucht- und Gewaltprävention erfordert, dass sich jede Lehrkraft über die Entstehung von Sucht und Gewalt informiert und sich ihrer Vorbildfunktion bewusst wird.

Sucht und Gewaltprävention ist eine übergreifende Aufgabe aller Unterrichtsfächer und nicht an ein bestimmtes Unterrichtsfach gebunden. Zudem sind Projekttage einzelner Jahrgangsstufen, Arbeitsgemeinschaften und Klassenfindungstage so in unserem Curriculum verankert, dass eine langfristige Präventionsarbeit mit unseren Schülern möglich ist.

Als Voraussetzung für eine wirkungsvolle Gesundheitserziehung und Suchtprävention sehen wir die Zusammenarbeit von Schule und Elternhaus. Erziehungsberechtigte und Lehrkräfte übernehmen mit ihrem eigenen Verhalten eine Vorbildfunktion. Aus diesem Grund sollte auf Elternabenden und an Elternbeiratssitzungen wichtige Informationen zur Gesundheitserziehung und Präventionsarbeit sowie schulischen Maßnahmen vorgestellt werden. Über die Präventionsarbeit an der Schule hinaus suchen wir die konsequente Kooperation mit außerschulischen Institutionen und Beratungsstellen. (vgl. hierzu Anlage 1 und 2)

1. Anl.: Sachstandsüberblick Schuljahr 2004/2005

Jgst.Projekte/ VeranstaltungenZielsetzung
5/6AG Persönlichkeitsstärkung nach Lions Quest (Standfestigkeits- und Selbstsicherheitstraining im Umgang mit Gleichaltrigen)"Starthilfe" für die Situation in einer neuen Gruppe; Schaffung einer Atmosphäre des Vertrauens und der Geborgenheit
Pädagogisches Gespräch mit Präventionslehrer und SchulsprecherMediation bedeutet Vermittlung und ist ein Verfahren zur Konfliktlösung, bei dem ein unparteiischer Dritter als Streitschlichter behilflich ist.
Pädagogische Gespräche mit der Schulleitung nach KonfliktfällenDie Lösung des Konflikts wird nicht vom Streitschlichter vorgegeben, sondern von den beiden Kontrahenten erarbeitet.
6Aufklärung im Rahmen des Biologieunterrichts in Kooperation mit Pro FamiliaVermittlung von Informationen zu den körperlichen und psychischen Veränderungen während der Pubertät; Kennenlernen verschiedener Möglichkeiten der Empfängnisverhütung und Sensibilisierung des Einzelnen für die Eigenverantwortlichkeit bzgl. der Gefährdung von AIDS.
7Klassenfindungstage "Stärkung des Einzelnen in der Gruppe". Kooperation mit der Servicestelle Jugendhilfe-Schule und dem BSJErlernen von Kooperationsfähigkeit und Konfliktfähigkeit, Helfen und sich Helfen lassen, Übernahme von Initiative und Verantwortung, Stärkung des Selbstwertgefühls, Aufbau einer realistischen Selbsteinschätzung und eines gesunden Körperbewusstseins.
Präventionstag "Projekttag Süchte" im Anschluss an die Unterrichtseinheit "Sucht" im Religionsunterricht. Kooperation mit Suchtberatungsstellen, Psychologen, Fachstelle für Suchtprävention für den Landkreis Marburg-Biedenkopf
5/6/7/8Teilnahme am Nichtraucherwettbewerb "be smart don't start"Ziel ist, dass möglichst kein Schüler in der Klasse während der Wettbewerbsdauer von 5 Monaten raucht
8/9/10Peergroup der Schule Gleichaltrige Ansprechpartner werden häufiger eher akzeptiert als erwachsene BezugspersonenAusbildung gleichaltriger Schüler zur Mitarbeit in der Streitschlichtung, der Sexualerziehung und der Suchtvorbeugung
9Information über die Immunschwächekrankheit Aids im Rahmen des Biologieunterrichts, z. T. in Kooperation mit der Aids Hilfe und Pro FamiliaSensibilisierung des Einzelnen für die Eigenverantwortlichkeit bzgl. der Gefährdung
S IMediationsgespräche bei tief greifenden Konfliktfällen in Kooperation mit dem Staatlichen Schulamt, Herrn Christian WildStreitschlichter zur Vermittlung bei Konfliktfällen, wobei die Lösungsvorschläge selbst von den Kontrahenten erbracht werden.
S I / II"Anti-Alcopops"-Tag. Pausenverkauf alkoholfreier Getränke als Alternativen für die CocktailpartySchüler lernen alkoholfreie Alternativen zu den Alcopops kennen, werden gleichzeitig durch gleichaltrige Schüler über die Auswirkung von Alkoholmissbrauch informiert.
Projekt Rauchen: Gegen den Einstieg - für den AusstiegInformationsveranstaltung über die Auswirkungen des Tabakkonsums und Vorstellung des Angebots an Entwöhnungsprogrammen.
Nichtraucherprogramm für Schüler: Just be smokefree"Schülerpaten" unterstützen den Raucher bei der Entwöhnung

 

 

24.09.2009

2. Anl.: Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen und stationäre Einrichtungen

Die Gespräche in einer Beratungsstelle sind oftmals der erste Schritt, um den Ausstieg aus einer Sucht zu beschreiten oder die Lösung eines Problems deutlicher aufgezeigt zu bekommen. Die „neutrale“ und verständnisvolle Person des Beraters fördert die ehrliche Auseinandersetzung mit dem Problem. Ein Beratungsgespräch kann sowohl für den Betroffenen als auch für Angehörige der Betroffenen ein entlastendes und erleichterndes Erlebnis sein.

Im Folgenden finden sie eine nach Themengebieten unterteilte Auflistung verschiedener Beratungsstellen in Marburg:

Schulpsychologischer Dienst
Harald Diegelmann
Robert-Koch-Straße 17
Tel.: 06421/ 616-538  oder 616-534

1. Suchtprävention

Fachstelle für Suchtprävention für den Landkreis Marburg-Biedenkopf
Wolfgang Meinert
Stadtallendorf
Tel.: 06428/7333

Fachbereich Gesundheit Marburg, Koordination Suchthilfe und Präventionsfachstelle
Gisela Gerken
Schwanallee 23
Tel.: 06421/189-0  oder 189-141
(Frau Gerken informiert auch an Elternabenden über Möglichkeiten der Suchtprävention)

2. Drogenberatung

Sucht- und Drogenberatung (Beratungsstelle der ev. Kirche)
Frankfurter Straße 35
Tel.: 06421/ 26033

Ansprechpartner bei der Polizei:
Herr Metz Tel.: 06421/406-351
Herr Lambach Tel.: 06421/406-350

3. Essstörungen

Psychologische Beratungs- und Forschungsstelle
(Gesellschaft für angewandte Psychologie, Psychotherapie und Pädagogik)
Frau Regina Sichart-Hartmann
Rosenstraße 9
Tel.: 06421/22232

Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie (Kinder- und Jugendpsychiatrie)
Rudolf-Bultmann-Straße 8
Tel.: 06421/286-239 oder 286-6931

Lahnhöhe (Cappeler Str. 98)
Tel.: 06421/404-1

4. Alkoholmissbrauch
(Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche alkoholkranker Eltern)

Suchtberatungsstelle des Blauen Kreuzes
Wilhelmstraße 8a
Tel.: 06421/ 32129
(jeweils 2. Montag im Monat Gruppe für Jugendliche aus Suchtfamilien)

5. Sexuelle Gewalt

Wildwasser Marburg e.V.
Wilhelmstraße 40
Tel.: 06421/ 14466

Informationszentrum des Referats für die Gleichberechtigung von Frau und Mann
(Möglichkeit der Ausleihe von Informationsmaterial für die Unterrichtspraxis)
Frau Winter Tel.: 06421/ 201-368
Frau Prenzel.: 06421/ 201-316

6. Probleme innerhalb der Familie

Erziehungsberatungsstelle Philipps-Haus
Psychologische Beratungsstelle f. Ehe-, Familien- und Lebensfragen
Universitätsstraße 30/32
Tel.: 06421/27888

Erziehungsberatungsstelle
Hans-Sachs-Straße 8
Tel.: 06421/2863045 oder 2863041

Jugendamt
Sozialer Dienst: Familienfürsorge
Friedrichstraße 36 (4. Stock)
H. Henrich
Tel.: 06421/201-271

Pro Familia
(Offene Fragestunden für Jugendliche: Themen: Verhütung, Trennung, sexuelle Gewalt/Missbrauch, Selbstverletzung, Schwangerschaft)
Universitätsstraße 42
Tel.: 06421/21800

Kinderschutzbund
Ortsverband Marburg e.V.
Uferstraße 11
Tel.: 06421/67119

Telefonseelsorge für Kinder
Nummer gegen Kummer:
0800/1110333

7. Psychologische Beratungsstellen. Kinder- und Jugendpsychologen

Psychotherapeutische Ambulanz der AWKV
Deutschhausstraße 36
Tel.: 06421/681634

Analytische Kinder- und Jugendpsychotherapeutin Rose Aalheim
An der Schäferbuche 3
Tel.: 06421/617585

Dipl.- Psychologin Margit Dautermann-Hauck
Deutschhausstraße 21
Tel.: 06421/690841

Dipl.- Psychologin Helga Krüger-Kirn
Wilhelmstraße 42
Tel.: 06421/21722

Dr. med. Torsten Laufhütte und Heike Wendel
Ärzte f. Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie
Liebigstraße 46
Tel.: 06421/14846

8. Konzentrationstraining und Hilfe bei Prüfungs-/ Schulangst

Psychotherapeutische Ambulanz der AWKV
Deutschhausstraße 36
Tel.: 06421/681634

Staatliches Schulamt
Herr Dieter Krowatschek
Tel.: 06421/616-533 oder 615-530