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04.03.2012

Fahrt nach Weimar 2012

Im Rahmen des Deutschunterrichts machte sich die gesamte Jahrgangsstufe 12 in Begleitung ihrer Deutschlehrer und Deutschlehrerinnen am Mittwoch, dem 22.02.2012, fast pünktlich um 8:00 Uhr auf den Weg in die Heimatstadt der berühmten Schriftsteller Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich von Schiller: Weimar.

Dies nicht nur aus dem Grund, um etwas mehr über das Leben der beiden zu erfahren und dort genaue Einblicke in eine Stadt zu bekommen, in denen die beiden wohnten. Nach der dreistündigen Fahrt erreichten die 152 Schülerinnen und Schüler das beschauliche Weimar. Nach kurzem Check-In begann auch schon das gut gefüllte Programm.

Neben einer Stadtführung, die nicht nur auf die beiden Schriftsteller ausgelegt war, erfuhr man vieles über die Stadt und hatte schnell einen Überblick über die wichtigsten Gebäude. Durch die im Lehrplan vorgesehenen Autoren und Themen passten Goethe und Schiller und deren gemeinsamer Wohnort Weimar sehr gut in das Konzept des Unterrichts, sodass man viele neue Eindrücke sammeln konnte.

Neben den Wohnhäusern der beiden besuchten wir auch die Anna-Amalia-Bibliothek beziehungsweise den sogenannten Rokokosaal, der alte Schriftwerke beherbergte und nach einem verheerenden Brand 2004 wieder, an das Original angelehnt, aufgebaut und restauriert wurde.

Am Abend des Mittwochs konnten wir dann noch das Theaterstück von Brecht mit dem Titel „Die heilige Johanna der Schlachthöfe“ anschauen, das uns in erster Linie verwirrt und zum Nachdenken angeregt hat. Obwohl man den Eindruck hatte, nichts aus dem Stück mitgenommen zu haben, und man eigentlich auch keine Lust hatte, sich näher mit der Inszenierung zu beschäftigen, gab es viele Diskussionen und Gespräche über die Thematik, die Darsteller, die Form des epischen Theaters und die Absichten der Regisseure.

Nicht zuletzt die schöne Altstadt hat den Jahrgang begeistert; durch die zweitägige Fahrt und die Freizeit konnten wir viel gemeinsam unternehmen, sodass unser Gemeinschaftsgefühl und der Zusammenhalt gestärkt wurden. Durch verschiedene Aktivitäten, wie Shoppingtouren in der Altstadt oder bei einem Tee in einem Cafè, lernte man andere Mitschüler besser kennen und gewann insgesamt einen positiven Eindruck von der Stadt.

Die Eindrücke, die wir in Weimar sammeln konnten, sind nicht im Unterricht behandelbar, da man sich die Häuser, Umgebung und den Lebensstil vor Augen führen muss, um alles erfassen zu können. Das Programm war gut ausgewählt und wir hatten einen guten Ausgleich zwischen Programmpunkten und Freizeit. Trotz der teilweise großen Anstrengungen, die sich beispielsweise durch die teilweise langen Wege während der Stadtführung und der Museeumsbesuche ergaben, hat sich die Exkursion nach Weimar gelohnt!

Sebastian Böttner und Anne Weitzel, Jgst. 12

08.12.2010

Weimar-Exkursion

...unterwegs in der Stadt der Schiller- und Goethe-Kaufhäuser

Ein Beitrag von Lena Hilberger und Kevin Hartmann, Schüler des Deutsch-Leistungskurses des Jahrgangs 13.

Wir, die Schüler des 13-er Deutsch-Leistungskurses von Frau Jahnke-Schuck, verbrachten Ende November zwei Tage in dieser tollen Stadt im Osten Deutschlands. Das Labyrinth Hostel, das übrigens am Goethe-Platz liegt, bot uns dort vortrefflichen Unterschlupf und ist für jeden zu empfehlen, der die Kulturstadt erkunden möchte. Der Name ist hier Programm, denn die das Hostel prägenden Wandmalereien und Gänge führen schon ein wenig zur Verwirrung, ganz dem Nachteil zum Trotz. Das Wohnzimmer... nein, jetzt haben wir uns geirrt, der Aufenthaltsraum, der wie ein großes Wohnzimmer wirkt, so müsste es richtig heißen, ist ebenfalls Zeichen eines wirklich guten Hostels, denn hier fühlt man sich richtig wohl.

Der Reise erster Tag

Wir besichtigten am ersten Tag das Wohnhaus Schillers, welches mit seinem gelben Anstrich sehr freundlich wirkte. Im Inneren erwartete uns bereits eine Kunsthistorikerin, die uns - mit Hörverstärkern zum besseren Verständnis bewaffnet - durch das durchaus imposante, doch kleine und gemütliche Haus Schillers führte und uns eine gute Information zu dessen Leben und Wirken gab.

Der Reise zweiter Tag

Am zweiten Tag besichtigten wir das Wohnhaus Goethes, ein großes Haus, sehr repräsentativ eingerichtet doch ebenfalls gelb. Angrenzend an das Wohnhaus ist Goethes Farbenlehre in einem eigenen Museum ausgestellt, beide durften wir, geführt von der Kunsthistorikern vom Vortag, besichtigen und gewannen erneut neue Einsichten und Erkenntnisse. Alles in Allem bekamen wir den Eindruck, dass Goethe weitaus mehr verdiente als Schiller, denn letzterer schien mit Leidenschaft und Hingabe Werke zu seiner eigenen Versorgung zu schreiben, ja quasi "raus zu hauen", um über die Runden zu kommen. Die Entscheidung, ob man nun in Goethes Repräsentantenhaus oder in der gewöhnlichen Behausung Schillers wohnen wollte, fiel da nicht schwer, man einigte sich einstimmig auf Schiller. Die Geldlage Goethes ließ also darauf schließen, dass er sich mit Ruhe an seine Werke setzen konnte, was allerdings nicht als Einschränkung der Genialität dieses Mannes zu verstehen sei. An diesem Tag besuchten wir auch das Gartenhaus Goethes, das direkt, ja mitten drin, im Schlosspark von Weimar gelegen ist. Es wirkte relativ klein und primitiv, doch die Aussicht auf den Park und das doch geräumige Innere machten diesen Eindruck schnell vergessen.

Weimar, eine runde Stadt?

Wenn wir in kleinen Gruppen die Straßen und Gassen Weimars durchzogen und uns einen näheren Eindruck machten, stellten wir schnell fest, dass man sehr dazu neigt, einfach im Kreis zu laufen, man kommt wieder dort hinaus, wo man losgegangen ist, selbst wenn man nahezu stur geradeaus geht. Ebenfalls fällt dem aufmerksamen Betrachter schnell ins Auge, dass Weimar nicht mit Goethe und Schiller geizt. Kaufhäuser, Cafés, Läden, Straßen, Plätze, Märkte - alle trugen sie die Namen der berühmten Lyriker.

Kultur zum Anfassen

In den zwei kurzen Tagen unseres Aufenthaltes wurden wir mit einer großen Zahl von Informationen, Eindrücken und Erkenntnissen bereichert, doch keinesfalls davon überschwemmt, denn die Struktur führte von einem Eindruck zum anderen und uns allen ist damit das Wissen über eine Zeit der Autoren geschenkt worden, die keiner missen möchte. Und das alles haben wir an zwei Tagen geschafft, Wissen über Goethe und Schiller anhäufen und die wunderschöne, kleine und sehr berühmte Stadt Weimar kennen lernen. Eine unvergessliche Erfahrung, für die wir uns hiermit ganz herzlich bei unserer Lehrerin, Frau Jahnke-Schuck bedanken möchten.