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08.03.2017

Informationen zur Vorbereitung des Besuchs der USA in den Osterferien 2017

Die Teilnehmer des diesjährigen USA-Austausches finden in dieser Initiates file downloadPräsentation Hinweise zur Vorbereitung.

02.11.2016

Informationen zum USA-Austausch

Die Initiates file downloadPräsentation zum USA-Austausch mit der Friendship Connection erklärt alle wichtigen Rahmenbedingungen.

02.11.2016

Anmeldung zum USA-Austausch

Für die Anmeldung zum USA-Austausch 2017 verwenden Sie bitte dieses Initiates file downloadAnmeldeformular.

11.10.2015

USA-Austausch 2015

Sonnenaufgang in Knoxville / Sicht auf Chicago aus dem Flugzeug
Irgendwo mitten in den Smokies

Von Kira Eckert und Phyllis Burkert

Jedes Jahr wird an der Elisabethschule für die Einführungsphase ein USA-Austausch angeboten, an dem um die 30 SchülerInnen teilnehmen können. Diese fliegen für vier Wochen in verschiedene Städte der Vereinigten Staaten, leben dort in Gastfamilien und besuchen mit ihren AustauschpartnerInnen die Highschool. So findet ein kultureller Austausch statt, der bei einem Gegenbesuch der Amerikaner in Deutschland weitergeführt werden kann.
Auch dieses Jahr sind knapp 30 SchülerInnen mit diesem Programm für vier Wochen in die unterschiedlichsten Gegenden der Vereinigten Staaten geflogen. Zwei von Ihnen waren wir, Phyllis und Kira. Nachdem Hr. Koberstein das Programm in unserer Klasse vorgestellt hatte, war für uns sofort klar, dass wir daran teilnehmen wollten. Nach einem einfachen Bewerbungsverfahren bekamen wir die Steckbriefe unserer Austauschpartner und unsere Flugdaten. Vier Wochen später ging es auch schon los:

1. Wo warst du?
Kira: Ich bin von Frankfurt direkt nach Washington DC geflogen, wo mich mein Gastvater mit meiner Austauschschülerin und meiner großen Gastschwester abgeholt hat. Wir sind dann nach Lusby gefahren, wo ich gewohnt habe. Lusby liegt direkt am Meer auf einer Art Halbinsel in Maryland. Meine Gastfamilie bestand aus meinem Gastvater, meiner Gastmutter und meinen drei Gastschwestern. Meine Gastmutter kommt ursprünglich von den Phillipinen und ist dann mit meinem Gastvater nach Amerika gekommen, nachdem sie sich auf den Phillipinen kennengelernt hatten, wo er, weil er bei der Navy arbeitet, stationiert war. Meine große Gastschwester, Denise, war schon 26 Jahre alt, lebte aber noch zu Hause, weshalb wir viel mit ihr unternommen haben. Meine Austauschschülerin hieß Julia, war schon 17 und ging ganz normal auf die High School in Lusby. Meine kleine Gastschwester war 12 Jahre alt, ging auf die Middle School und spielte sehr gut Softball, weshalb wir den ein oder anderen Sonntag auf dem Softballplatz verbrachten. Außerdem gehörten zwei Hunde zu unserer Familie.

Phyllis:
Mein Ziel war Knoxville im Bundesstaat Tennessee, jedoch hatte ich nicht so ein Glück wie Kira, ich hatte keinen Direktflug, sondern flog erst von Frankfurt nach Chicago und von dort aus nach Knoxville.

Allerdings saß ich im Flugzeug schon in der Nähe meiner Gruppe, die auch nach Knoxville wollte, weshalb ich diese schon ganz gut kennengelernt hatte, als wir letzten Endes in Knoxville ankamen. Dort holten mich meine Gastmutter und meine Austauschschülerin Ana ab.
Während der halbstündigen Autofahrt in mein neues Zuhause verstanden Ana und ich uns auf Anhieb sehr gut und als wir Zuhause ankamen, wurde mir Hank vorgestellt, ein Alaskan Shephard, und somit das letzte Gastfamilienmitglied.
Meine Gastmutter stammt ursprunglich aus Deutschland (Fulda) und hat dort Anas Vater kennengelernt, der dort stationiert war und ist mit diesem dann zurück nach Amerika gegangen. Heute sind die beiden getrennt und er lebt in Dallas,Texas.
Das Zuhause meiner Gastfamilie, Knoxville, liegt nur etwa 1 1/2 Stunden entfernt von Nashville, der Hauptstadt von Tennessee und außerdem liegt es direkt an den Great Smoky Mountains.



Baseballspiel der Hardin Valley Hawks gegen die Karns High School

2. Welche Unterschiede sind dir in der amerikanischen High School aufgefallen?
Kira: Zuerst einmal wurden wir morgens von unserem Schulbus fast direkt von zu Hause abgeholt und mussten nicht mit einem Linienbus zur Schule fahren, wodurch wir auch keine großen Wartezeiten in der Schule hatten. Allerdings haben die Schulbusse vor der Schule gewartet und uns erst zu einem bestimmten Zeitpunkt alle gemeinsam rausgelassen, sodass wir morgens einfach noch bestimmt zehn Minuten im stehenden Bus vor der Schule saßen, was für mich anfangs echt befremdlich war. Dann haben in den amerikanischen Schulen die Lehrer feste Räume und die Schüler haben zu jeder neuen Stunde einen Raumwechsel. Auch gab es in meiner High School keine wirklichen Klassen mehr, sondern ein Kurssystem, bei dem jeder während seinen vier Jahren auf der Schule bestimmte Kurse belegen muss, aber nicht immer vorgeschrieben ist, wann sie das tun müssen, sodass manche Kurse jahrgangsstufenübergreifend stattfanden. Außerdem gab es andere Schulfächer, die teilweise praxisnäher waren, so hatte ich ein Unterrichtsfach, indem wir regelmäßig gekocht haben und eine Fotografieklasse (Lava), in der ich und die andere deutsche Austauschschülerin an meiner High School u.a. den Dunkelraum der Schule und eine Methode zum Entwickeln der Negative kennengelernt haben. Dazu kommt die unterschiedliche Handhabung der Pausen. Ich hatte zwischen den Unterrichtsstunden, die auch alle unterschiedlich lang waren, immer fünf Minuten Zeit für den Raumwechsel und nach vier Stunden eine 60-minütige Lunchpause, auf die nochmal drei Stunden folgten. Insgesamt war ich dann meistens gegen 14:30 Uhr zu Hause und hatte dann den Nachmittag zur freien Verfügung, um etwas mit meiner Gastfamilie zu unternehmen, da wir eigentlich nie Hausaufgaben aufbekamen und Julia auch sonst keine Termine hatte.

Phyllis: Ich ging auf die HardinValley Academy und mit mir noch knapp 2000 andere amerikanische Schüler, weshalb ich am Anfang recht überfordert war mit den Menschenmassen, die sich mir boten, da das immerhin die doppelte Anzahl an Schülern ist, die zur Elisabethschule gehen.
An der Hardin ist ein Schultag in 4 Perioden unterteilt, die jeweils ungefähr 1 1/2 Stunden dauern, jedoch ist dabei immer an einem Tag der Woche eine bestimmte Periode länger (Extension), weshalb die Länge des Unterrichts vom Wochentag abhängt. Mein Stundenplan für Montag war zum Beispiel; in der ersten Doppelstunde Kunst (1st Period: 8:30-9.54), in der zweiten US-History (2nd Period : 10.02-11.26), danach AP German (3rd Period 11:34-13:03), dann folgte eine Mittagspause von einer halben Stunde und danach hatte ich dann noch mein Lieblingsfach Psychologie (4th Period 13:33-15:30). Der Unterricht endet für jeden Schüler der Hardin, der danach nicht noch Sport etc. hat, um 15.30 Uhr.
Im Vergleich zum deutschen Schulsystem finde ich, dass die Fächerauswahl an meiner amerikanischen Schule viel weitreichender, vielfältiger und ansprechender war z.B. Marketing, Psychologie, kreatives Schreiben usw., jedoch finde ich, dass ein amerikanischer Schüler noch weniger Freizeit hat als ein deutscher, da zum Beispiel meine Austauschschülerin Ana Mittwochs noch Volleyballtraining hatte und wir somit erst gegen 18 Uhr Zuhause waren und sie dann noch Hausaufgaben machen musste. Auch empfand ich es als sehr anstrengend, jeden Tag dieselben Fächer/Kurse zu haben. In Deutschland sieht der Stundenplan jeden Tag anders aus.
Eine weitere Sache, die zeimlich cool war, war der Schulspirit. Ana und ich besuchten einmal ein Baseballspiel der Hawks und die Stimmung war wirklich gut und fast die halbe Schule, die Eltern und die Lehrer waren anwesend.

3. Was hast du in den vier Wochen erlebt?

Kira: Ich war natürlich ein paar Mal am örtlichen Strand, der aber nicht so groß war. Im Meer schwimmen konnte ich leider nicht, da es dafür einfach im März/April noch viel zu kalt war. Dann gab es bei uns in der Nähe eine kleine und eine große Base (vergleichbar mit einer deutschen Kaserne, aber mit zusätzlichen Freizeiteinrichtungen und teilweise auch Wohnanlagen für die komplette Familie), in die wir freien Eintritt hatten, da mein Gastvater bei der Navy arbeitet und dem Staat die Familienbetreuung der Soldaten sehr wichtig ist. Sie lagen beide am Meer und wurden mir auch mehrmals von meiner Gastfamilie gezeigt. Natürlich durfte auch ein Tagesausflug in die amerikanische Hauptstadt nicht fehlen und so fuhren wir in den Ferien für einen Tag nach Washington DC, wo wir eine Rundfahrt mit dem Bus machten, sodass ich viele Fotos aufnehmen und viele Sehenswürdigkeiten der Stadt sehen konnte. Außerdem besuchten wir die Stadt Baltimore, wo wir einmal im Zirkus und einmal im National Aquarium waren, was mir sehr gut gefallen hat. Außerdem war ich einen Tag mit meiner Gastmutter und meiner Austauschschülerin in einer Mall zum Shoppen.

Phyllis: Während meinem Aufenthalt in Knoxville waren leider keine Ferien und wir hatten in den 4 Wochen jeden Tag bis 15.30 Uhr Schule, weshalb wir meistens nur am Wochenende etwas unternehmen konnten.
Nach der Schule waren wir ein paar Mal Shoppen, Essen oder Bowlen oder waren einfach nur Zuhause.
Einmal besuchten wir "Puppy Zone", dort kann man umsonst mit kleinen Welpen spielen, sie streicheln oder Bilder machen, dienen soll es eigentlich dazu, dass man die Welpen dann auch kauft, allerdings hatte ich nicht das Gefühl, dass dieses Konzept funktioniert und war generell nicht so begeistert, wie alle anderen, da ich es eher als Tierquälerei empfand.
Am Ostersonntag sind wir zusammen mit der Nachbarsfamilie zu einem Gottesdienst in eine kleine Kirche am Stadtrand gefahren. Es war wirklich schön und hat mir gut gefallen, da ich die Atmopshäre viel lockerer und persönlicher fand, auch hatten sie einen Gospelchor, so wie man ihn aus einigen Filmen kennt.
An meinem vorletzten Wochenende sind Ana und ich dann noch mit ihrem Opa in die Smoky Mountains gefahren und haben dort Gatlinsburg besichtigt.
Gatlinsburg ist eine Art Touristenort und bietet von Achterbahnen bis zu Geisterbahnen und Läden jeder Art eigentlich alles, und es hat mir wirklich Spaß gemacht, den Tag dort zu verbringen.

4. Welche Vorurteile haben sich in den USA bewahrheitet? Welche nicht?
Kira: Ein Vorurteil, dass sich bestätigt hat, ist, dass die Amerikaner sehr freundlich sind. Ich wurde überall sehr nett aufgenommen und viele Freunde meiner Gastfamilie oder Lehrer in der Schule wollten von mir wissen, wo genau ich herkomme und haben mir von ihren Verbindungen zu Deutschland erzählt. Seien es Verwandte, die hier wohnen, der letzte Familienurlaub oder eine Stationierung vor mehreren Jahren. Auch in Supermärkten oder Restaurants entwickelte sich das eine oder andere Gespräch, nachdem meine Gastfamilie den Kellnern oder Verkäufern stolz erzählt hatten, dass ich eine Austauschschülerin bin. Ein bisschen anstrengend fand ich die Gastfreundlichkeit in Supermärkten, wo ich zur Begrüßung oft gefragt worden bin, wie es mir geht, aber gar keine Antwort erwartet wurde. Außerdem bin ich selten zu Fuß unterwegs gewesen. Wir wurden von meinen Gasteltern viel gefahren, selbst beim Einkaufen, wenn der nächste Supermarkt gegenüber von dem ersten lag, sind wir vom einen zum anderen gefahren. Häufig war es aber auch gar nicht möglich, solche Strecken zu laufen, da es nur sehr wenige Ampeln oder Bürgersteige gab. Ein Vorurteil, das sich bei mir nicht bestätigt hat, sind diese Cliquen, die in amerikanischen Filmen transportiert werden. So hatte ich nicht den Eindruck, dass es z.B. eine Cheerleadergruppe gab, die unter den Schülern beliebter war, als andere, sondern jeder so seine Freundesgruppe hatte, unabhängig von den Hobbys und dem Beliebtheitsgrad. Überrascht haben mich aber die Schulbusse, die wirklich genauso aussehen wie die in Filmen. (1165)

Phyllis: Beim Thema Gastfreundschaft kann ich Kira da nur zustimmen, auch ich wurde von jedem nett und freundlich empfangen und sehr viele Menschen zeigten großes Interesse daran, mehr über Deutschland und unsere Kultur zu erfahren.
Auch das Klischee von den Cliquen hat sich nicht wirklich bestätigt, auch an meiner Schule saß jeder bei jedem, egal welcher außerschulischen Aktivität man nachging.
Was mir allerdings sehr aufgefallen ist, ist die Smartphoneabhängigkeit der Amerikaner. Als wir zum Beispiel Anas Oma an ihrem Geburtstag überraschten, wurde jedes Ereignis auf Facebook gepostet, jeder machte Bilder mit jedem und musste sie dann sofort hochladen und nebenbei konnte man dann das Facebookprofil der Oma auf dem Fernseher verfolgen. Das fand ich ziemlich befremdlich und auch anstrengend, da jeder sein Handy in der Hand hatte und alles festhielt. Auch wurde dieses Vorurteil in der Schule deutlich, da jeder sein Handy, wann immer er möchte, benutzen kann und teilweise Schüler im Unterricht Musik hörten oder ihr Handy luden. Daran musste ich mich erst gewöhnen und bin auch ziemlich froh,dass es in Deutschland nicht so extrem ist.


5. Was war neu oder hat dich überrascht?

Kira: Mich hat überrascht, dass viele Schüler sich in der Schule total unterschiedlich gekleidet haben. In Deutschland sind die meisten Schüler „normal“ und ungefähr gleich gekleidet. Aber an meiner High School gab es Schüler, die sich total chick gekleidet haben für die Schule und andere, bei denen ich den Eindruck hatte, dass sie noch im Schlafanzug unterwegs waren. Außerem war mir neu, dass in den USA sehr große Strecken mal eben mit dem Auto gefahren werden. So sind wir an einem Samstag spontan zu einem Softballspiel 1 ½ – 2 Stunden gefahren und das gleiche auch nochmal zurück, sodass wir länger im Auto saßen, als das Spiel ging. Das war schon ein bisschen komisch für mich, vor allem, weil ich überhaupt nicht damit gerechnet hatte.
Phyllis: Überrascht und neu war eigentlich alles für mich, einige Sachen sieht man zwar in Filmen, aber viele Dinge sind dann doch anders. Ich hatte eigentlich jeden Tag Momente, in denen ich überrascht war oder etwas eine komplett neue Erfahrung war.
Ich glaube am meisten hat mich die Waffenkontrolle eines Morgens vor der Schule überrascht. An diesem Tag war nur der Haupteingang offen und dort waren jeweils für jede Tür Kontrollgeräte aufgebaut, wie man sie sonst vom Flughafen kennt und zwei Polizisten, natürlich hatte ich das Glück durch eine Spezialkontrolle zukommen, durchsuchten meine Taschen.


6. Wie hast du den Gegenbesuch erlebt?
Kira: Ich hatte keinen Gegenbesuch.
Phyllis: Ich war wirklich froh, dass Ana mich besucht hat, denn ich hatte wirklich das Gefühl, dass wir so eine noch bessere Beziehung zueinander bekommen haben und uns auf jeden Fall in Zukunft nochmal sehen werden. Es ist wirklich schön, dass ich die Chance bekam, ihr mein Leben zu zeigen, nachdem ich ihres bereits kennenlernen durfte.

7. Würdest du es nochmal machen?
Kira: Ja, ich würde auf jeden Fall nochmal an dem Austausch teilnehmen, da ich so die Möglichkeit hatte, die amerikanische Kultur kennenzulernen und ich unglaublich viel über mich und auch über Amerika gelernt habe. Außerdem habe ich dort viel gesehen und viele tolle Menschen kennengelernt.
Phyllis: Auf jeden Fall!! Und ich kann es jedem nur empfehlen! Es war eine wirklich tolle Erfahrung und ich habe auch wundervolle Menschen kennenlernen dürfen.

12.06.2014

Mein USA-Austausch 2014

Skyline Pittsburgh
Meine Lieblings-Mall
Highway
Nursing-Lesson
Skyline Winston Salem

Am 31. März hieß es für mich: Auf Wiedersehen Deutschland und herzlich Willkommen Amerika.

Nach einem 9-stündigen Flug landete ich und andere Teilnehmer der Friendship Connection in Charlotte, North Carolina. Ich wurde schon von meiner Gastmutter sowie meinem Austauschpartner erwartet. Die ganze Aufregung war in diesem Moment verflogen und ich freute mich sehr auf die nächsten vier Wochen.

Nach einer kurzen Fahrt kamen wir in der kleinen Stadt Winston-Salem an und ich sah zum ersten Mal das Haus, in dem ich die nächsten Wochen leben würde. Probleme machte mir in den ersten drei Tagen nur der Jetlag, durch den ich jeden Morgen um 6 Uhr aufgewacht bin, wohl gemerkt, dass Spring Break war.

In dieser ersten Woche unternahm meine Familie sehr viel mit mir, zum Beispiel fuhren wir nach Raleigh oder waren in einem Bowlingcenter. Dadurch hatte ich genug Zeit, die Familie und das Leben in den USA besser kennenzulernen, da man es keineswegs mit Deutschland vergleichen kann. Diese Umstellung war zu Beginn noch etwas schwer, aber nach einer kurzen Zeit gewöhnt man sich auch daran, dass die Duschen anders sind, der Fernseher den ganzen über Tag an ist oder auch, dass man eine Schlange im Grill findet.

In der zweiten Woche wurde es dann ernst, da nun die Schule wieder anfing.  Am Morgen fuhren mein Austauschpartner und ich mit dem Auto zum Career Center. Dort haben die Schüler die Möglichkeit sich bestimmte Berufe, wie Frisör oder Architekt, anzulernen. In dieser ersten Woche war ich allerdings nur im Chemie- und Deutschunterricht.

Danach fuhren wir dann zur eigentlichen Highschool namens RJ Reynolds. Dort nahm ich unter anderem an US History, Drawing oder auch English teil. Zudem lernte ich dort in der Schule zwei andere Deutsche kennen, mit denen ich mir auch andere Fächer ansah. Zum Beispiel waren wir im Career Center in Commercial Art, wo wir die Möglichkeit bekamen, unserer eigenen T-Shirts zu designen und zu drucken oder auch in Photography. Dort konnten wir unser eigenes Foto bearbeiten und bekamen dies als Andenken geschenkt. Die Schule endete immer um 15:40 Uhr, sodass nicht so viel Freizeit übrig war.

Dennoch unternahm ich sehr viel nach der Schule oder auch besonders am Wochenende. Jede Woche hatte mein Partner mindestens 2 Fußballspiele, die wir als Familie besuchten, oder wir luden Freunde zu uns ein und spielten Billiard. Natürlich war ich auch sehr viel shoppen in den nahegelegen Malls.

An Ostersonntag war dann das große Highlight: der Besuch in den Freizeit-Park „Carowinds“. Mit dabei waren mein Austauschschüler, ein anderer Amerikaner und dessen zwei deutsche Partner. Dies war ein unvergessliches Erlebnis und wir hatten alle fünf eine Menge Spaß.

Aber eines der größten Highlights war der eintägige Aufenthalt in Pittsburgh, an meinem letzten Tag in Amerika. Dort holten wir die Tochter der Familie ab und schauten uns Downtown an. Dies war wirklich atemberaubend und das ist das Amerika, das man aus vielen Filmen kennt. Am Tag darauf hieß es dann Abschied nehmen und es ging zurück ins gute alte Deutschland.

Zurückblickend betrachtet, bereue ich keine Sekunde meiner Zeit in Amerika. Ich habe so viele Erfahrungen gesammelt, neue Menschen kennengelernt und diese als Freunde ins Herz geschlossen. Zudem hat die Zeit mich persönlich auch verändert und man kommt viel reifer und erwachsener wieder zurück. Des Weiteren hat man nebenbei sein Englisch verbessert und hat nun eine ganz andere Einstellung zur Sprache und zum Land Amerika. Sicher ist auf jeden Fall, dass ich nächstes Jahr wieder kommen werde und ich nur jedem empfehlen kann, diesen Schritt ins Ausland für vier Wochen zu wagen.

Deutsch-Amerikanischer Schüleraustausch Hessen - Wisconsin

Fünf- bzw. dreimonatiger Austausch auf Gegenseitigkeit

Im Rahmen des Deutsch-Amerikanischen Schüleraustausches können jedes Jahr bis zu 15 hessische SchülerInnen im Alter von mindestens 15 Jahren der Klassenstufen 10 oder 11 Gastfamilien in unserem Partnerland Wisconsin besuchen und im Gegenzug die amerikikanischen Partnerin bzw. den amerikikanischen Partner bei sich aufnehmen.

Die hessischen SchülerInnen verbringen 5 Monate in Wisconsin. Die amerikansichen Schüler werden 3 Monate in der Gastfamilie aufgenommen. Dabei erleben beide Seiten Kultur-und Lebensgewohnheiten hautnah. Der Schulbesuch in dieser Zeit ist verpflichtend und trägt zur Horizonterweiterung maßgeblich bei. Der Austausch beginnt mit dem Aufenthalt der hessischen SchülerInnen von August bis Januar in Wisconsin. Ende Januar kommen die amerikikanischen SchülerInnen dann nach Hessen. Aufgeschlossenheit für andere Menschen und Traditionen, die Bereitschaft und Fähigkeit zur Anpassung an neue Gegebenheiten und gute Englischkenntnisse werden vorausgesetzt.

Interessierte Schüler und Schülerinnen wenden sich bitte an Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-MailM. Benz-Hoff.