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Preise der Fachverbände

Preis der Deutschen Mathematiker-Vereinigung

... wird verliehen für herrvoragende Leistungen im Fach Mathematik.

Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft.

... wird verliehen für hervorragende Leistungen in Physik, geteilt in einen Buch- und in einen Anerkennungspreis.

Preis der Gesellschaft Deutscher Chemiker

... wird für hervorragende Leistungen im Fach Chemie verliehen.

Karl-von-Frisch-Preis

... wird verliehen für hervorragende Leistungen in Biologie. Die Ehrung wird an der Universität Marburg vorgenommen.

Preis der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck

... wird für hervorragende Leistungen im Fach Evangelische Religion verliehen.

Pierre de Coubertin-Medaille

... wird für hervorragende sportliche Leistungen und besondere Verdienste um den Schulsport verliehen.

Preise der Schule

Dorothea-Hillmann-Preis Preis der Ehemaligen: Kultur Preis der Ehemaligen: Sport Preis des Fördervereins Preis des Schulleiters
2015 Henri Heiland Henri Heiland -- Johanna Wiemer Johannes Clement
2014 Jonathan Edelmann Lennart Armbrust
Charlotte Kaletsch
Saskia van der Meer
Joseph Ronicke
Emma Weiler
Jacob von Westerholt
-- Katja Stein
Svenja Stein
Janna Teigeler
2013 Johanna Pfeiffer
Yannik Bendel
Sebastian Böttner Franziska Lienaerts
Yannik Bendel
Yannik Bendel Sebastian Böttner
2012 Julian Wolff Lea Pfeifer
Florian Henseling
Jule Weick
Jana Fründt
Patrick Konrad
David Möckl
Merle Buchholz Isra Atalla
2011 Lisa Urff Hannah Brazel
Lena Hilberger
Daniela Schäfer
-- Nora Heiland Mareike Schmidt
2010 Nils Siegfried Merit Dörner
Alexandra Hespe
Miriam Bischofsberger
-- Sophia Heyrichs
Nils Siegfried
--
2009 Jonas Gelb Alessandra Becker
Gesine Hetz
Victoria Hennighausen Dorothea Koert
Hannah Schwank
--

 

Preis der Ehemaligen im Förderverein:

Der Preis wurde von Frau Ute Mehnert gestiftet, die ihn auch bei der Verabschiedung der Abiturient/innen persönlich verleiht. Mit ihm werden hervorragende Leistungen im Schulsport und besondere Verdienste um das kulturelle Leben der Schule ausgezeichnet.

Preis der Fördervereins und der Schule:

Der Förderverein zeichnet zusammen mit der Schule die beste Abiturientin bzw. den besten Abiturienten des Jahrgangs aus.

Preis des Schulleiters:

Dieser Preis wird vom Schulleiter persönlich für besonderes soziales Engagement verliehen.

28.05.2011

Dorothea-Hillmann-Preis

Frau Dr. Renate Scharffenberg über die Stifterin des Preises:

Seit über 20 Jahren wird an der Elisabethschule der Dorothea-Hillmann-Preis verliehen, und jedes Mal ist dies  nicht nur der freudige Anlass, eine besonders gute Arbeit auszuzeichnen, die in den Bereich der Politischen Bildung gehört, sondern auch die alljährliche Gelegenheit, der Frau zu gedenken, an die mit diesem Preis erinnert werden soll. Dafür gibt es mehrere Gründe.

Einmal ist es ihr Lebensweg, an den wir denken. Sie wurde 1883 geboren und für Angehörige ihrer Generation war es keine Selbstverständlichkeit zu studieren und berufstätig zu sein. Sie hatte sich für die Fächer Deutsch und Geschichte entschieden und erwarb den Doktorgrad während des Ersten Weltkriegs. So begann sie ihre Tätigkeit als Lehrerin in einer Umbruchszeit und setzte sich sogleich für die Schulreform zu Beginn der Weimarer Republik ein. In ihrem politischen Interesse wurde sie von ihrem Vater bestärkt, der als Sozialist nicht länger hatte Pfarrer sein können und deshalb als Lehrer wirkte.

Nach 1933 war sie nicht länger „tragbar“, wie es damals hieß, wurde zuerst versetzt und dann zwangspensioniert – lieber hätte man sie aus handfesten politischen Gründen entlassen, aber es fand sich nicht eine einzige Schülerin, die gegen sie ausgesagt hätte. In den folgenden Jahren arbeitete Frau Hillmann wissenschaftlich, konnte jedoch auf ihrem Gebiet, der christlichen Kunst und Ikonographie kaum etwas veröffentlichen. Ein Arbeitsfeld wurde die Versorgung berufstätiger Frauen mit eigenen Wohnungen, damit diese nicht länger darauf angewiesen waren, zur Untermiete in möblierten Zimmern zu wohnen. Damals entstand eine eigene Wohnanlage in Frankfurt. Sie blieb aber daneben pädagogisch tätig, in kleineren Gruppen interessierter Hörer, und war darin verbunden mit den Vorstellungen ihres Schwagers Adolf Reichwein, der 1944 als Mitglied des Widerstands gegen Hitler hingerichtet wurde.

Nach 1945 trat Dorothea Hillmann in den Schuldienst des neuen Landes Hessen ein und wurde 1946 ins Kultusministerium berufen. Sie wirkte zunächst von dort aus an der Neugestaltung des Schulwesens mit, bis sie zum 1.Oktober 1948 die Leitung der Elisabethschule übernahm, zugleich mit der Referendarausbildung in Marburg.

Und als unserer Direktorin erinnern wir uns nun an sie: Sie war es, die den Neubau der Schule erwirkt hat, was gar nicht so leicht war. Und sie hat das Gesicht der Schule, die damals eine Mädchenschule war, in vielfältiger Weise geprägt. Besonders wichtig waren ihr die soziale und politische Bildung, es gab zeitweilig einen Sozialwissensschaftlichen Zweig an unserer Schule, in dem die Sozialpraktika den Schülerinnen die Verbindung zur wirtschaftlichen und sozialen Praxis  ermöglichten. Sie selbst war aktiv politisch tätig und hat als Stadtverordnete eine Menge erreicht. Als sie pensioniert wurde, übernahm sie die Schirmherrschaft für den „Arbeitskreis soziale Brennpunkte“ in unserer Stadt. Sie war jederzeit gewillt, nach dem Wort zu leben: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“

Ich sagte schon, dass die politische Bildung ihr am Herzen lag, zumal nach 1945 auch in den Schulen nicht gern über die jüngste Vergangenheit, über die Hitlerzeit gesprochen wurde. Als ich 1956 als Referendarin an die Elisabethschule kam, hatte ich bereits in meinem ersten Schuljahr beobachtet, dass der Geschichtsunterricht – von wenigen Ausnahmen abgesehen – mit dem Jahr 1914, wenn nicht sogar schon bei Bismarck endete. Und für die Sozialkunde gab es keine Pläne, die diesem Faktum entgegengewirkt hätten. Frau Hillmann hat mich damals darin unterstützt, für Sozialkunde in den Klassen 10 und 12 Unterrichtseinheiten zur „Zeitgeschichte“ zu entwickeln, also zur Weimarer Republik und der Nazi-Zeit. Das waren erste Schritte zur Verbindung der Fächer, die später als Gemeinschaftskunde bis zum Abitur verbindlich waren und heute wieder als Geschichte, Erdkunde und Politik und Wirtschaft getrennt unterrichtet werden - eine politische Entscheidung, über die Frau Dr. Hillmann eben sowenig begeistert gewesen wäre wie ich.

Ich hoffe aber doch, dass im Interesse der kommenden Jahrgänge die politische Bildung nicht zu kurz kommt. In dieser Hoffnung, die Frau Hillmann geteilt hätte, wird dieser Preis ihr zu Ehren alljährlich für eine auszeichnungswürdige Abiturarbeit aus dem Fachbereich II verliehen, wie es in der Stiftungsurkunde heißt.