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29.12.2009

Nachwuchskicker kommen ohne einen Ausfall durch

17 Schüler der Elisabethschule bestehen das offizielle
"DFB & McDonald's Fußballabzeichen"

aus: Oberhessische Presse vom 29.12.2009

Marburg. 17 fußballbegeisterte Schüler der sechsten bis achten Klassen der Elisabethschule Marburg bestanden auf dem kleinen Kunstrasenplatz des Georg-Gaßmann-Sportfeldes das offizielle "DFB & McDonald's Fußballabzeichen".

Dabei mussten die Teilnehmer fünf Stationen absolvieren, an denen ihre Fähigkeiten im Torschuss, Köpfen, Dribbeln, Passen und Flanken bewertet wurden. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Alle 17 Nachwuchsfußballer bestanden das Abzeichen - elf Mal wurde "Gold" vergeben, fünf Mal "Silber", und ein Schüler bestand mit "Bronze".

Vorgenommen wurde die Prüfung vom Referendar für Sport und Englisch, Christoph Weidenhauses, der an der Elisabethschule auch eine Fußball-AG anbietet und beim Hessenligisten VfB Marburg spielt. Ihn unterstützten zehn freiwillige Helfer, darunter einige Oberstufenschüler.

Der VfB Marburg stellte das Material zur Verfügung, der im Zuge des Abzeichens eine Kooperation mit der Elisabethschule einging. Die Abzeichen überreichte Schuldirektor Tobias Meinel.

05.12.2009

Abiturient unterzieht sich Leistungs-Check

Marburger Schüler lernten im Institut für Sportwissenschaft Verfahren der Leistungsdiagnose kennen

von Bodo Ganswindt, OP vom 5.12.2009

Abiturienten der Marbur­ger Elisabeth-Schule erleb­ten ein Beispiel der Leis­tungsdiagnostik hautnah im Institut für Sportwis­senschaft und Motologie der Philipps-Universität Marburg.

Marburg. Der Sport in all sei­nen Ausprägungen ist längst ein Gegenstand, der wissenschaftlich erforscht wird. Im Sinne des „citius, altius, fortius" (schnel­ler, höher, stärker) als einem Prinzip der Olympischen Spiele ist der Sportler der Gegenwart an der Verbesserung und Optimierung seiner Leistungsfähig­keit interessiert. Wie und nach welchen Kriterien dies gesche­hen ist ein Untersu­chungsfeld der Trainingslehre.

Diese Themen haben inzwi­schen Eingang in den Sportun­terricht gefunden. So befassen sich Abiturienten der Elisabeth-Schule, die Sport als viertes Prü­fungsfach gewählt haben, unter der Leitung ihres Lehrers Mich­ael Wüst drei Wochenstunden mit den Grundsätzen der Trainingslehre und aktuell mit dem Themenschwerpunkt „Leis­tungsdiagnostik".

Wüst, der auch als Dozent am Sportinstitut unterrichtet, nutz­te die Möglichkeit, der Schülergruppe im Arbeitsbereich für Sportmedizin und Trainings­wissenschaft des Instituts dia­gnostische Verfahren quasi hautnah zu vermitteln. „Mir kommt es besonders darauf an, die Schüler die praktische Um­setzung dessen erleben zu las­sen, was wir in der Sporttheorie erörtern", sagt Wüst.

 

Ein Schüler stellte sich als Pro­band zur Verfügung und unter­zog sich einem sportwissen­schaftlich fundierten Check durch Tobias Böselt und Ste­phan Ellenberger - beides Doktoranden der Sportmedizin -sowie der medizinisch-techni­schen Assistentin Anett Rusek.

Böselt, der in diesen Tagen den deutschen Ruder-Achter leistungsdiagnostisch getestet hat, teilte mit, dass die Testver­fahren je nach Sportart unter­schiedlich seien. Bei der Abiturientengruppe, der eine junge Frau angehört, handelt es sich überwiegend um Fußballer so­wie um Schwimmer, Basketbal­ler, Volleyballer und Leichtath­leten, die alle in Vereinen der Region trainieren und spielen.

Der verkabelte und mit Maske zur Atemmessung versehene Proband - ein Schwimmer - ab­solvierte einige Kilometer in de­finierten Steigerungsintervallen auf dem Laufband. Alle relevan­ten Daten wurden dabei aufge­zeichnet und über Bildschirm sichtbar gemacht.

Im Ergebnis lassen sie Rück­schlüsse auf die spezifische Ausdauer des Sportlers zu: zu welchem Zeitpunkt und wie lange er etwa seine Leistung un­ter Eingehen einer Sauerstoffschuld (anaerobe Phase) er­bringt. Messungen des anfallen­den Laktats, das bei anaerobem Stoffwechsel produziert wird, ermöglichen weitere Erkennt­nisse, ebenso die Ermittlung des Atemvolumens und der Atemgase. Schließlich erfuhren die Schüler, wie über eine Kraft-messplatte Daten über die Fähigkeiten zur Organisation des Gleichgewichts erhoben werden.