31.03.2011
Ausstellung "Weltmaschine" zu Gast in Gießen
Die "Weltmaschine" ist der größte Teilchenbeschleuniger der Welt, genannt Large Hadron Collider (LHC) am Forschungszentrum CERN in Genf. Eine Forschergruppe der JLU unter Leitung von Prof. Michael Düren ist seit 2006 Mitglied der ATLAS-Kollaboration, die den größten und komplexesten je gebauten Detektor der Teilchenphysik betreibt. Der ATLAS-Detektor ist 46 Meter lang und 25 Meter hoch und befindet sich in einer unterirdischen Kaverne 100 Meter unter der Erdoberfläche.
Im ATLAS-Detektor wird die Entstehung der Welt nach dem Urknall studiert. Protonen, die im LHC beschleunigt werden, werden im Zentrum des ATLAS-Detektors zur Kollision gebracht. Die dabei frei werdende Energie wandelt sich dort - ähnlich wie bei der Entstehung unserer Welt kurz nach dem Urknall - in kleinste Teilchen aus Materie und Antimaterie um. Die Physiker betreiben diese "Weltmaschine", um hinter die großen Geheimnisse der fundamentalen Bausteine und Kräfte in der Welt des Mikrokosmos zu kommen. Die Wissenschaftler hoffen mit dieser Maschine das bislang verborgene Higgs-Teilchen zu finden, welches den Quarks, den Bestandteilen von Proton und Neutron, ihre Masse gibt.
Aufmerksame Cineasten kennen den ATLAS-Detektor bereits aus dem Spielfilm "Illuminati" mit Tom Hanks. In einer Filmszene wird der erfolgreiche Zusammenstoß der Protonen mit dem Satz kommentiert: "Das Signal erscheint auf den Luminositätssensoren". Damit sind wir beim Beitrag der JLU Gießen zu ATLAS. Die Gießener Forschergruppe hat einen Luminositätsdetektor gebaut, der zum Ziel hat die Kollisionsrate der LHC-Protonen im ATLAS-Detektor exakt zu bestimmen. Dieser Detektor besteht aus acht kleinen Modulen. Sie wurden im Januar diesen Jahres im LHC-Tunnel eingebaut. Ein neuntes Modul wird als Original in der Ausstellung im Mathematikum zu sehen sein.
Die Forschung am CERN ist ein Musterbeispiel für internationale Zusammenarbeit. Allein am ATLAS-Experiment arbeiten mehr als 3000 Wissenschaftler, Techniker und Ingenieure aus 37 Lan zusammen - jenseits aller nationalen Interessen und kulturellen Unterschiede.
Die Ausstellung wurde von der Gemeinschaft der Deutschen Teilchenphysiker mit Unterstützung des BMBF und des CERN entwickelt und in Zusammenarbeit von Prof. Albrecht Beutelspacher (Mathematikum) und Prof. Michael Düren (II. Physikalischen Institut der JLU) nach Gießen geholt. Sie ist für alle Altersklassen geeignet und enthält - wie im Mathematikum üblich - auch Exponate zum selber Ausprobieren.
Zusatzangebot für Schulklassen: Mo. bis Fr., 14.00 und 15.00 Uhr: Einstündiger Besuch der Ausstellung mit ausführlicher Einführung und Betreuung für Schulklassen
Anmeldung per Telefon: 0641 9697972
(Montag bis Freitag 8-12 und Dienstag 8-17 Uhr)
oder E-Mail:
anmeldungmathematikum.de
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag 9.00 bis 18.00 Uhr
Donnerstag bis 20.00 Uhr
Wochenende und Feiertage 10.00 bis 19.00 Uhr
Für die Ausstellung "Weltmaschine" wird kein zusätzliches Eintrittsgeld erhoben.
Weitere Infos unter:
www.weltmaschine.de/giessen
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für Rückfragen: Prof. Michael Düren;
E-Mail:
Michael.Duerenexp2.physik.uni-giessen.de
10.12.2009
Aktuelles aus dem Physikunterricht
11. Klasse
Kinematik
Gruppenrallyes sind ein Diagnose- und Testverfahren, bei dem aufgrund der Ergebnisse eines Anfangstests Gruppen etwa gleicher Leistungsstärke zusammengesetzt werden. In der sich anschließenden Übungsphase versucht jede Gruppe, sich durch gegenseitige Unterstützung in ihrem Lern- und Verstehensprozess möglichst weit zu verbessern und voranzubringen, um im Abschlusstest der Gruppenrallye möglichst gut zu bestehen.
WICHTIG: Gruppenrallyes werden zwar bepunktet, um die Gruppen einteilen bzw. die Gewinnergruppe festlegen zu können, es gibt darauf aber keine Noten!
Gewinner ist diejenige Gruppe, die sich im Vergleich zu ihrer Gesamtpunktzahl aus dem Anfangstest am meisten gesteigert hat!
Hier sind der
Anfangstest und der
Abschlusstest einer Physikgruppenrallye zur Kinematik als pdf herunterzuladen. Viel Freude damit...


















