Lesungen

21.02.2012

Daniel Bielenstein zu Gast an der Elisabethschule

Daniel Bielenstein

Von Julian Stanger und Oliver Müller (Klasse 9e)

Am 23. Januar 2012 fand im Rahmen des Lesefestes eine Lesung in der Elisabethschule mit dem Autor Daniel Bielenstein statt. Daran nahmen die Deutschklassen 9e sowie 7d teil.

Der aus Hamburg stammende Autor, der eigentlich Romane für Erwachsene schreibt, las aus seinem Jugendbuch "Jordan" vor. In dem Buch geht es um einen jugendlichen Punk, der für eine Geheimorganisation arbeitet und sich Waffenhändlern an die Fersen heftet. Diese Buch eignet sich besonders für 10- bis 12-jährige Thrillerfans.

Nach der Lesung stellte sich dann Herr Bielenstein Fragen zu seinem Buch und seiner Arbeit als Autor und Journalist. Alles in allem ist eine Bewerbung für eine solche Vorlesung sehr zu empfehlen, da man einen Einblick in die Welt eines Autors und der Literatur bekommt und je nach Bereich und Geschmack neue Anregungen zum Lesen bekommt.

24.05.2011

Leonardo Padura las an der Elisabethschule

Leonardo Padura inmitten der Lehrer

Frau Teres und Herr Hahn-Schröder

Der bekannte kubanische Schriftsteller Leonardo Padura stellte an der Elisabethschule für die Jahrgangsstufe 12 sowie interessierte Lehrkräfte und Gäste u.a. seine Kriminalkommissar-Figur Mario Conde vor.

Es ist schon etwas Besonderes, wenn ein bekannter und international bedeutender Schriftsteller zu einer Lesung in die Elisabethschule kommt. So geschehen am 9. Mai in der 3. und 4. Stunde, als Leonardo Padura, der als Gast  im Rahmen der Woche der Kriminalromane in unserer Universitätsstadt weilte, auf Initiative von Frau Klusmann unsere Schule besuchte und von den Lehrkräften Terés, Ladrón und Hahn-Schröder betreut wurde.

Der 56-järige Schöpfer der mittlerweile weltberühmten Kriminalkommissar-Figur Mario Conde, der wie dieser in der Hauptstadt Kubas, Havanna, geboren ist und  mit Leib und Seele lebt, reist gern zu Lesungen nach Europa, besonders ins kleine, feine Marburg, da er zu unserer Stadt seit einigen Jahren ganz herzliche Beziehungen pflegt.

Padura las aus seinem zuletzt geschriebenen Werk - El hombre que amaba a los perros, in der deutschen Übersetzung in diesem Frühjahr erschienen: Der Mann, der Hunde liebte - zunächst eine längere Passage auf Spanisch, die dann auf Deutsch vorgetragen wurde, so dass das überwiegend deutschsprachige Publikum einen inhaltlichen Zugang zu einer der zentralen Figuren des Romans, ganz eng angelehnt an die historische Person des russischen Revolutionsführers Leo Trotzki, erhielt. Neben Trotzkis (vom Autor über Jahre in mehreren Archiven) genauestens recherchierter Lebenslinie von der Vertreibung aus Moskau durch Stalin bis zu seiner  ebenfalls von Stalin organisierten Ermordung im August 1940 in Mexiko, gerät das Leben des spanischen Mörders namens Jaime Ramón Mercader del Río Hernández (alias Jack Jacson alias R.M.) auf die Weise ins Blickfeld einer sich entfaltenden Handlung, das sie von einem kubanischen, verhinderten Gegenwartsschriftsteller namens Iván  wiedererzählt wird, nachdem er sie von einem Mann, der seine russischen Windhunde nicht ganz zufällig am Strand von Havanna in Kuba Anfang der 70er Jahre spazieren führt, erfährt.

Etwas von dieser "atemberaubenden Prosa", die es versteht, aus "einem historischen Stoff einen elektrisierenden Abenteuerroman" zu machen (beide Zitate aus dem Klappentext der deutschen Ausgabe), ist zumindest bei einem Teil der Zuhörerschaft  so angekommen,  dass auch die Antwort auf die Frage einer Schülerin, wo er - Leonardo Padura - politisch stehe, gewiss schon bald geprüft werden wird. Er könne darauf zureichend nur in etwa 3 Stunden antworten, wofür die Zeit am Schulvormittag fehle, aber besser sei es sowieso, das Buch selbst als Antwort zu nehmen, dann wisse man Bescheid.

14.09.2010

Alex Capus liest für die Klassen 9

Im Rahmen des Austauschs der Klasse 9a mit einer Klasse 9 der Real-und Sekundarschule Aarberg besuchte der Schweizer Schrifttsteller Alex Capus die Elisabethschule.

Bekannt ist Alex Capus für seine humorvolle Erzählweise, mit der er über große Persönlichkeiten der Zeitgeschichte, über kleine Leute und ihre Erlebnisse, aber auch über die Menschen aus seiner Nachbarschaft berichtet.

Capus, in der Normandie geboren und in der Schweiz aufgewachsen, erschien zur Lesung mit seinem neuen Bändchen "Der König von Olten", wollte aber lieber über sich und seine Arbeit als Schriftsteller sprechen.

Er lebe mit seiner Familie in Olten und schreibe im Abstand von einem oder zwei Jahren jeweils ein Buch. Man müsse sich seine Arbeit nicht so vorstellen, dass ihm plötzlich ein genialer Einfall komme und er dann in wenigen Tagen alles in einem Fluss niederschreibe. 

Schreiben sei vielmehr harte Arbeit. Jeden Tag sitze er von morgens acht Uhr an am Schreibtisch. Spannend seien seine Reisen, auf denen er für seine Bücher recherchiere. Manchmal könne ihn auch seine Familie begleiten, zum Beispiel nach Samoa, wo sein neuer Roman spiele. 

Seine Reisen nach Afrika seien aber zu gefährlich gewesen. Da habe er nur seinen ältesten Sohn mitnehmen können.

Nach vielen interessierten Fragen der Schülerinnen und Schüler ließ sich Capus zum Schluss doch noch dazu hinreißen, eine Passage aus dem "König von Olten" zu lesen, einer Sammlung kleiner Erzählungen. Der König von Olten gebe es allerdings nicht, denn die Schweiz sei keine Monarchie, der König sei ein Kater.

Die Geschichte, die Capus vortrug, erzählt mit einem Schmunzeln in den Mundwinkeln vom Stadtpolizisten Zeltner, der als Pensionär die New Yorker Kollegen mit seinem Oltener Polizeiausweis beeindruckt.

Dem Schweizer Konsulat in Frankfurt, das diese Lesung unterstützt hat, sei an dieser Stelle herzlich gedankt.

TM